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Blick in die Zukunft

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26 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 06, 2011 8:44 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
danke Wink Sorry, dass ich so vergesslich war, aber wenn niemand antwortet und ich keinen Doppelpost schreiben will, konnte ich das Kapi nicht reintun. Sorry

2. Kapitel:

„Warum dürfen wir nicht mit?“ „Sah sie furchteinflößend aus?“ „Hatte sie lange Reißzähne?“ Genervt wandte ich mich ab. Die Jungen waren so beschäftigt, Fragen zu stellen, dass sie es nicht einmal merkten. Ihre Mutter war gegangen, um etwas zu trinken und ich war eine der letzten wenigen Katzen, die gerade im Lager waren, also musste ich auf die Kleinen aufpassen. Da bohrten sich kleine Krallen in meine Schulter. „HimmelsClanangriff!“, jaulte Apfeljunges plötzlich. Mit angelegten Ohren schüttelte ich ihn ab. Enttäuscht plumpste der kleine Kater auf den Boden und spielte mit seinem Bruder weiter. Uninteressiert beobachtete ich die beiden. Da roch ich den Geruch meines Heilers. Birkengesicht näherte sich mir von hinten. „So kannst du doch nicht mit den Jungen umgehen“, sagte er nachdenklich. „Das ist mir egal“, fauchte ich und setzte mich mürrisch hin. Seit Tropenpfotes Tod hatte sich so viel verändert. Die Mörderin meines Bruders hatte sich mit ein paar Katzen verbündet und blieb hartnäckig am Rande unseres Territoriums. Als hätten wir nicht genug Ärger, bestand der HimmelsClan auch noch darauf, die Leuchtlichtung zu erobern und wir mussten darauf aufpassen, dass die Lichtung mit den glänzenden Blüten für uns übrigblieb, im Moment sah eine Kampfpatrouille nach dem Rechten. Bei dem Gedanken daran fuhr ich wütend die Krallen in den Boden.
„Ich weiß, es ist schwer für dich, aber du kannst es doch nicht an den Jungen auslassen“, redete der Heiler weiter. In meinem Herz entstand der sehnliche Wunsch, ihn eins überzuziehen. Doch ich verhakte meine Krallen im Boden und atmete ein paarmal tief durch. „Wenn du denkst, dass du es besser kannst, hüte doch selber die Jungen“, schnappte ich und stolzierte weg.
Das war vor einem Mond. Die Sonne ging gerade unter, als ich über die Lichtung ging. Die Streunerin hatten wir letztendlich verjagt, aber es war wenig befriedigend gewesen, vor allem, weil ich die Kätzin nicht gesehen hatte. Die ganze Zeit über war ich mit einem weißen Kater beschäftigt gewesen, der mich fast besiegt hätte. Es war so peinlich gewesen, nicht einmal mit einem so schwachen Kater kämpfen zu können.
Apfelschweif kam zu mir herüber. „Morgen treffen wir uns bei Sonnenhoch in der Leuchtlichtung“ Er wandte sich ab, bevor ich ihn fragen konnte, was wir dort machen sollten. Es war im Moment noch zu gefährlich, sich dorthin zu begeben. Entnervt schloss ich den Mund und ging weiter zum Frischbeutehaufen. Er war leer. Überrascht sah ich mich um. Die Krieger hatten eine Patrouille zu wenig ausgeschickt. Ohne ein Wort rannte ich aus dem Lager.
Die Luft strich kühl um meine Ohren. Es wurde langsam Winter. Das fehlende Geraschel von Beute zwischen den Johannisbeer-Büschen ließ meine Ohren schmerzen. Dennoch öffnete ich den Mund und suchte nach Beutegerüchen. Dann hörte ich etwas Rascheln und entdeckte unter einem Busch eine Wühlmaus. Sofort ließ ich mich in die Jagdstellung fallen und schlich mich an, vorsichtig eine Pfote vor die andere setzend. Erwartungsvoll sprang ich ab und verfehlte die Beute. Die Maus quiekte erschrocken auf, als ich eine Schnurrhaarlänge neben ihr landete. Sie krabbelte los und leise folgte ich ihr. Überraschenderweise krabbelte sie nicht in den Schutz der Büsche, sondern zu einem Fleck, an dem zwei Bäume wuchsen. Ihre Wurzeln wuchsen hoch aus der Erde heraus, zweimal so hoch wie ich. Diesen Platz hatte ich noch nie gesehen, doch ich hielt nicht an und staunte sondern schlüpfte unter einer Wurzel durch, da ich schon sehr nahe an der Maus war. Schließlich sprang ich ein weiteres Mal und erwischte sie diesmal. Triumphierend tötete ich sie und schaute mich um. Mir wurde unheimlich. Da hörte ich das Tröpfeln von Wasser und folgte dem Geräusch. Schließlich entdeckte ich einen kleinen Teich. Das Wasser schwappte an die umliegenden Wurzeln als eine Wasserratte hindurch schwamm.
An diesen Platz musste mich der SternenClan gebracht haben. Freudig sprang ich plätschernd in das Wasser und fing die Frischbeute. Das Wasser erzitterte, als ich den kleinen Körper herauszog. Ein Schimmer auf dem Wasser erregte meine Aufmerksamkeit.
Das Wasser glättete sich, so sah ich mein Spiegelbild. Da leuchtete das goldene Geflecht in meinen Augen. Erschrocken wollte ich aufjaulen und wegspringen. Doch meine Pfoten waren im Boden verwachsen. Mit weit aufgerissenen Augen betrachtete ich die Bilder, die ich sah:
Eine dunkle Wolke näherte sich dem Horizont, kurz darauf sah ich eine Kätzin, die sich in einem Schatten zusammenkauerte und Steine fielen nieder, dann war der Himmel plötzlich blau und Rauchwolken stiegen auf. Darauf sah ich mich selber mit vor Schock geweiteten Augen. Entsetzten stand in mein Gesicht geschrieben, doch hinter mir näherte sich eine schattige Gestalt mit funkelnden Zähnen. Das letzte Bild war das schrecklichste. Blut lief von den Bäumen und floss in der Mitte einer Lichtung zu einem See zusammen. In dem See lag eine Katze, die ich ebenfalls nicht erkennen konnte. Da bewegte sich ab Rand des Bildes etwas- graublaues Fell entfernte sich.

Hoffentlich gefällt es euch =)

glg Elfe


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Sig und Ava by me
Gott gab uns zwei Augen, damit wir ab und zu eines zudrücken können Wink
Bitte für meine Freundin:

~ Ehemals Elfentraum

27 Re: Blick in die Zukunft am Mi Dez 07, 2011 1:38 pm

Gast


Gast
Das Kapitel ist echt toll! Ich finde auch, das es schon richtig spannend wird, was du wirklich gut schreiben kannst! Very Happy Hoffentlich kommt bald das nächste...

28 Re: Blick in die Zukunft am Mi Dez 07, 2011 6:08 pm

Wasserschweif

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Anführer
Ich finde deine neues Kapitel auch super spannend! Es ist gut geschrieben und die Szene im Teich ist auch gut beschrieben. Freu mich auf mehr Wink
LG
Wasser


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Wer Licht im Herzen trägt, trägt Licht in die Welt.

I Am special, I Am beautiful,
I Am wonderful and powerful and unstopable
Sometimes I Am pitiful
Somtimes I am miserable
but this is so typical of all the things I Am



By Elfe

by Seele...thx






29 Re: Blick in die Zukunft am Fr Dez 09, 2011 8:51 pm

Wyvernblut

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Heiler
Danke =)
Übrigends habe ich die Sigs fertig Wink

3.Kapitel ---unfertig---:

Die Sonne bewegte sich immer mehr auf den Horizont zu. Missmutig beobachtete ich, wie die Jungen am Rande des Lagers spielten und sich auf den Ruf ihrer Mutter in die Kinderstube verzog. Schließlich ging ich in den Schülerbau und rollte mich zusammen. Der Tag war so seltsam gewesen… zuerst hatte Apfelschweif mir gesagt, dass wir auf einem umkämpften Gebiet trainieren wollten, dann war da diese Maus durch die mich der SternenClan zu diesem Platz geführt hatte und dann waren da diese Bilder… Mein Fell stellte sich auf, als ich daran dachte. Die Frage, was diese Bilder waren, durchzuckte mich immer wieder, wie ein Blitz. Unruhig stand ich auf und legte mich wieder hin. Rubinpfote, die schon halb im Schlaf war, grummelte etwas vor sich hin, doch dann wurde sie leise und ich legte mich noch einmal hin. Dann zwang ich mich mit geschlossenen Augen, ruhig ein- und auszuatmen. Schnell klärte sich mein Gehirn und ich fiel in einen unruhigen Schlaf, in dem ich von Träumen träumte, die ich beim Aufwachen wieder vergessen hatte.
Unruhig huschten meine Augen über die umstehenden Bäume. Es fühlte sich an, als würden von allen Seiten Augen auf meinen Pelz brennen. Apfelschweif redete etwas über Kampftechniken. Ich hörte ihm zu, obwohl meine Aufmerksamkeit den umliegenden Bäumen galt. Die Blüten mit den glänzenden Blättern, die die Leuchtlichtung übersäten, zogen meine Blicke plötzlich auf sich. Sofort vergaß ich meinen Mentor und trat an die Blüte die mir am nächsten war. Wie ein Schlag durchfuhr es mich plötzlich und ich schnappte nach Luft, als ich ein Bild sah. Eine dunkle Wolke, die rasend näher kam…
„Märchenpfote! Was machst du da? Ist alles in Ordnung?“, holte mich eine Stimme aus meiner Erstarrung. Das Bild verblasste und ich ließ mich zu Boden sinken. Ehrfurchtsvoll sah ich zum Himmel. Weiße Wolken bedeckten ihn. Doch da war ein dunkler Fleck in der Ferne. Er kam näher. Ohne den Kater zu beachten krächzte ich mit trockenem Mund: „Dunkle Zeiten werden kommen.“

der nächste Teil kommt bald Wink

glg Elfe


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~ Ehemals Elfentraum

30 Re: Blick in die Zukunft am Fr Dez 09, 2011 11:18 pm

Gast


Gast
Langsam kommt die Geschichte richtig in Fahrt! Das zweite Kapitel finde ich echt super und das dritte ist auch schon toll, obwohl es noch nicht ganz ferzig ist, wie du schreibst.
Mach büdde schnell weiter xD

31 Re: Blick in die Zukunft am Sa Dez 10, 2011 3:15 pm

Gast


Gast
Das dritte ist find ich echt spannend, noch ein bisschen spannender als das zweite! Die Geschichte ist echt toll!

32 Re: Blick in die Zukunft am Sa Dez 10, 2011 7:14 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
danke Wink

Hier kommt der andere Teil Wink
3.Kapitel -Teil 2:

Da ertönte Geschrei. Erschrocken wirbelte ich herum und sah HimmelsClankatzen. Mit gebleckten Zähnen stellte sich Apfelschweif ihnen entgegen. Auch ich stellte mein Nackenfell auf und knurrte. Die Katzen bildeten einen Kreis um uns. Wütend stellten sich mein Mentor und ich mit den Rücken zueinander und betrachteten die Eindringlinge mit zusammengekniffenen Augen. Mein buschiger Schwanz peitschte hin und her. „Was wollt ihr hier?“, hörte ich das Fauchen meines Mentoren. Die Menge teilte sich und Dunkelstern, der Anführer des HimmelClans, trat vor.
„Wir holen uns nur das, was uns rechtmäßig gehört“, knurrte der Anführer. „Du weißt genau, dass der SternenClan uns diese Lichtung zugedacht hat“, erwiderte ich mit flach angelegten Ohren. Ein böses Funkeln trat in Dunkelsterns Augen. „Du weißt genau, dass wir vor langer Zeit ausmachten, dass der JohannisbeerClan auf diesen Landstrich verzichtet, weil…“, er machte eine kunstvolle Atempause, „ihr keine Bäume gewohnt seid.“ Der zweite Anführer des Clans, Zweigfell, erklärte: „Ihr seid zahlenmäßig unterlegen. Wir können euch gefangen nehmen, oder ihr gebt auf.“ Mit gebleckten Zähnen rief ich: „Niemals. Lieber sterbe ich!“ Doch Apfelschweif brachte mich mit einem Blick zum Schweigen. Ich traute meinen Ohren kaum, als er sagte: „In Ordnung. Wir gehen, ihr könnt eure dreckige Lichtung haben.“ „Das kannst du nicht machen!“, zischte ich. Mit ernsten Augen sah mich mein Mentor an: „Doch ich kann, und ich mache es. Diese Lichtung ist es nicht wert, darüber zu kämpfen.“ „Der HimmelsClan wird uns für schwach halten, wenn wir kampflos aufgeben!“, antwortete ich, doch der Krieger ignorierte mich und wandte sich an Dunkelstern: „Ihr könnt eure neuen Duftmarken setzten, wir entfernen uns gleich von eurem Territorium.“ Mit offenem Mund beobachtete ich, wie er bis zum Rande der Lichtung ging. Kurz bevor er in die Bäume verschwand, sagte er: „Komm mit, Märchenpfote.“ Ohne ein letztes Fauchen unterdrücken zu können, folgte ich ihm.
Hoffentlich ist das auch spannend genug xD

glg Wyvern


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~ Ehemals Elfentraum

33 Re: Blick in die Zukunft am So Dez 11, 2011 6:15 pm

Gast


Gast
Das Kapitel ist zwar nicht so lang, aber es ist dir mal wieder wirklich gut gelungen! Ich will ecth nicht immer das gleiche schreiben, aber ich finde es SUPER und das schreibe ich nicht nur so, das meine ich auch so, weiter so!
~Nachtblüte~

34 Re: Blick in die Zukunft am So Dez 11, 2011 6:18 pm

Wasserschweif

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Anführer
jaa....ich bin sprachlos! Du kannst echt toll schreiben, da muss ich Nacht und Herz recht geben. Immer schreibt man dassselebe, aber das liegt nur daran, dass man einfach nix findet, was man kritiesieren könnte. Freue mich shcon auf die Fortsetzung!
LG
Wasser


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35 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 13, 2011 6:42 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
danke =) das nächste Kapi ist etwas... kurz xD aber es geht Wink

4. Kapitel:

Die Schüler konnten ihren Ohren kaum glauben, als ich ihnen von der Übergabe der Lichtung erzählte. Donnerpfote rief: „Wieso hat er das getan?“ Rubinpfote meinte freundlich: „Sie hätten euch in Stücke reißen können“ und Saphirpfote schwieg nur vor sich hin. Als der Mond aufging, hatte ich den Vorfall fast vergessen, denn wir redeten noch ein Weilchen über die Beute und die baldige Kriegerzeremonie von Rubinpfote und Saphirpfote. Bevor ich einschlief, sagte ich noch: „Wehe, ihr beiden werdet allzu bald Krieger, sonst sind Donnerpfote und ich allein.“ Bekümmert stellte ich fest, dass Tropenpfote hier gewesen sein könnte. Doch nun war er fort…
Nach einem traurigen Traum, in dem ich von Schmetterlingen und der Streunerin geträumt hatte, wachte ich am frühen Morgen auf. Leise rollte ich mich auf die Seite und streckte mich. Der Morgen war grau. Müde streckte ich mich und gähnte, dann setzte ich mich aufrecht hin und wusch mein Fell. Alle Gedanken an kleine Ausflüge verwarf ich sofort, wie jeden Morgen und dachte nach.
Als die anderen Schüler erwachten, trat auch mein Mentor auf die Lichtung. Mit gesträubtem Fell trat ich zu ihm und wartete, bis er das Wort erhob: „Du brauchst jetzt nicht sauer zu sein. Ich habe nur das Beste für den Clan gewollt- wir hätten uns einen Krieg in Blattleere nicht leisten können…“ Doch ich hörte ihm gar nicht zu und betrachtete meine Krallen, bis die Worte des Kriegers erstarben.
„Gehen wir jagen“, meinte Apfelschweif kurz angebunden und sprang auf. Schweigend folgte ich ihm aus dem Lager und durch die Johannisbeer Büsche. Wir kamen in die Nähe der Klippen, die Grenze zum GesteinsClan. Dieser Clan lebte auf diesen Klippen in Höhlen und jagte Mäuse. Viele sagten, ihre Herzen wären so hart wie der Stein, der sie umgibt, aber ich wusste nicht, ob dies wahr war. Allerdings sahen wir von dem Clan kaum etwas, da die Klippen keinen Aufstieg hatten. Das war der Grund, wegen dem wir uns an der Grenze nie sahen und auch nicht darum kämpften. Nur bei der Großen Versammlung sahen wir die kräftig gebauten breiten Gesichter.
Sobald der braune Kater stehen geblieben war, schnupperte ich in der Luft. Es roch nach Hasen, aber ich wusste nicht, wie Hasen zu jagen waren. Also roch ich mehr angestrengt und fand eine kleine Spur einer Maus. Auf leichten Pfoten schlich ich mich auf ein Grasbüschel zu, bereit, die Maus zu erlegen. Es dauerte nicht lange, bis mir die Beute aus dem Maul baumelte.
Mit einem kleinen Nicken begann mein Mentor, mir zu erklären, wie ich Hasen jagte und wir trainierten bis zum Abend. Es wurde langsam dunkel und ich nahm meine Beute auf. Gerade wollten wir weiter in unser Territorium gehen, da hörten wir einen Schrei.
Erschrocken ließ ich die Mäuse und den Hasen fallen und drehte mich um. „Es kam von den Klippen!“, rief ich und raste zurück. Meine Augen huschten über die Felswand, doch ich sah keine Katze. Mit stockendem Atem hob ich meinen Blick und sah voller Schrecken eine Kätzin am Rand baumeln. Sie stieß einen schwächeren Schrei aus und ich konnte sehen, dass ihre Kräfte nachließen. Schnell dachte ich nach, doch die Angst ließ meine Gedanken langsamer fließen. Es würde zu lange dauern, über die Dreierteiche zu laufen, den Ort der Großen Versammlung. Was konnte ich tun?
Von hinten hörte ich Apfelschweif schweren Atem. „Was sollen wir machen?“, fragte ich entsetzt. Der Krieger musterte ruhig die Katze und entschied: „Lasst uns zum Lager gehen.“ Geschockt über seine Kaltherzigkeit fuhr ich ihn an: „Du lässt dir von einem anderen Clan sagen, was du zu tun hast, und nun willst du auch noch eine andere Katze sterben lassen?“ „Wir können ihr nicht helfen!“, fauchte mein Mentor. „Du bist ein Monster!“, giftete ich zurück und rannte los. Es war hoffnungslos, doch ich hielt auf die einzig passierbare Stelle zu: die Dreierteiche.

glg Wyvern


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36 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 13, 2011 7:03 pm

Gast


Gast
Das ging aber schnell, mit dem neuen Kapitel!
Also, ich bestaune dich echt. Ich selbst habe nicht wirklich die Geduld, eine Geschichte lange weiter zu führen. Irgendwann höre ich auf und schreibe gar nicht mehr dran, entweder fange ich später wider an oder habe letzendlich tausend Geschichten in meinem geschichten Ordner gespeichert. Aber du hast hier echt ein langlebiges Projekt... Toll!

37 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 13, 2011 7:40 pm

Wyvernblut

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Heiler
Danke, aber... manchmal höre ich auch einfach auf. Doch wenn ich so fleißige Leser wie du habe, macht das Schreiben Spaß. Ich hoffe, das nächste Kapi ist gelungen, da ich es in meinem Schreibrausch geschrieben habe und da nicht immer gute Sachen rauskommen xD

5. Kapitel:

Es dauerte eine Weile, in der der Mond bereits aufgegangen war, bis ich die Senke erreicht hatte. Drei Teiche bildeten in der Mitte eine Insel mit einem schmalen Weg zwischen jedem der Gewässer. Auf der einen Seite begann der Wald des HimmelsClans und hinter mir setzten sich die Johannisbeer Büsche fort. Auf der dritten Seite wurde es felsiger und das Land hob sich an. Einen Moment zögerte ich, dann betrat ich das fremde Territorium und rannte auf dem Stein an der Klippe entlang. Neben mir entfernte sich mein Territorium immer mehr und wurde kleiner. Beunruhigt rannte ich schneller. Der Mond stieg zu schnell auf und meine Lunge brannte bald, doch ich konnte nicht langsamer werden.
Endlich sah ich eine Gestalt an der Klippe. Überrascht keuchend näherte ich mich ihr. Als ich näher gekommen war, konnte ich hören, dass sie wimmerte, aber sie hing immer noch, die Krallen tief in den Stein gegraben. „Hallo?“, fragte ich vorsichtig. Die Kätzin wollte den Kopf heben, doch er sank wieder zurück. Ich konnte sehen, dass ihre Flanken vor Schweiß dunkel geworden waren. „Ich… kann nicht… mehr“, stieß die Fremde aus. Doch ich lehnte mich vorsichtig nach vorne und grub meine Zähne in das Nackenfell der Katze. Mit aller Kraft zog ich, allerdings war die Kätzin sehr schwer. Sie hob eine Pfote und grub sie etwas weiter bei mir in den Boden, an dem es etwas erdiger war. Die Katze prüfte, ob sie festen Halt hatte während ich sie weiter in die Richtung des sicheren Landes zog. Meine Muskeln schienen nach kurzer Zeit zu zerreißen, doch ich machte weiter. Wenn diese Katze doch noch abstürzte, würde ich mir mein Leben lang Vorwürfe machen.
Der Mond, eine schmale Sichel, stand fast an seinem höchsten Punkt, als die Katze endlich außer Gefahr war. Sie lag da und keuchte so stark, dass ich befürchtete, sie würde nicht mehr atmen können. So lange wie sie brauchte, um sich zu erholen, schaute ich dem Mond zu und beobachtete, wie die SternenClankrieger einer nach dem anderen am Himmel erschien.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erhob sich die Katze und sagte: „Ich danke dir, dass du mich gerettet hast. Das hätten nicht viele getan. Du bist aus dem JohannisbeerClan, oder?“ Ich neigte den Kopf und meinte: „Gern geschehen. Ja, ich lebe im JohannisbeeClan. Aber ich habe eine Frage: Wie hast du es so lange ausgehalten?“ Die Katze schnurrte und meinte: „GesteinsClankatzen sind zähe starke Biester. Wenn du noch nie einer solchen Katze im Kampf begegnet bist, dann musst du dich glücklich schätzen. Ich heiße Übrigends Tageslicht. Seltsamer Name, nicht wahr? Wir GesteinsClankatzen sind Dunkelheit gewöhnt.“ Nachdenklich nickte ich und stellte mich ebenfalls vor. Dann sagte ich: „Ich hoffe, du schaffst es zurück zu eurem Lager, ich möchte mich nicht länger auf eurem Territorium aufhalten.“ Freundlich verabschiedeten wir uns und ich ging müde nach Hause. Hoffentlich würde ich ungesehen ins Lager kommen und erst einmal einen Mond lang schlafen.
Doch daraus wurde nichts. Schattensturm hielt Wache und rief sofort Blütenstern, die angerannt kam mit Frostflocke auf ihren Fersen. Die beiden quetschten mich aus und wollten wissen, was ich gemacht hatte. So ruhig wie möglich schilderte ich ihnen, wie ich die GesteinsClankatze gerettet hatte, aber ich wurde immer von ihren Fragen unterbrochen.
Schließlich sagte Blütenstern: „Genug für heute. Morgen kommst du bitte in meinen Bau, dann können wir noch einmal über diese Angelegenheit sprechen.“ Erleichtert stolperte ich in den Schülerbau und wich allen Fragen meiner Nestgefährten aus, wollte nur noch schlafen.
Mein Schlaf währte nicht lange. Vor Sonnenaufgang weckte mich Apfelschweif, nur um zu erfahren, was ich gestern Nacht noch geleistet hatte und mir dann den Tag freizugeben. Mürrisch bemerkte ich, dass ich nicht mehr schlafen konnte und wartete bis Sonnenaufgang, bevor ich auf Blütensterns Bau zumarschierte. Es war ein von Johannisbeer Ranken umgebener Bau, an der äußeren Seite beschützt von einem Felsen. Leise rief ich vor dem Eingang nach meiner Anführerin, die mich kurz darauf hineinbat. Als ich eintrat erschrak ich mich so gewaltig, sodass ich am liebsten aus meinem Fell herausgesprungen wäre- die Augen meiner Anführerin waren nur noch blutige Löcher. „Was…. Ist passiert?“, hauchte ich entsetzt.

Sorry wegen der Anfhrerin, aber ich musste es so spannend enden lassen... frag mich lieber nicht, warum Wink

glg Wyvern


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Sig und Ava by me
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38 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 13, 2011 7:58 pm

Gast


Gast
Von wegeen, da kommt nichts Gutes raus!
Was ich an dinen Geschichten auch toll finde, ist, dass du auch Landschaft gut beschreiben kannst. Meistens will ich nämlich schreiben udn schreiben und dann vergesse icgh ganz, die Umgebung zu umschreiben und der leser hat keine Genaue Vorstellung, wie es dort wohl aussieht. das ist bei dir aber echt super!

39 Re: Blick in die Zukunft am Di Dez 13, 2011 8:09 pm

Wyvernblut

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Heiler
Danke =) Das hängt aber auch mit viel Übung und Elan zusammen und mit meiner Katze die auf dem Stuhl neben mir pennt wie nichts und bei keinem Geräusch aufschreckt- das ist echt niedlich Wink Die umschlingt immer ihre Hinterbeine, wenn sie schläft ♥️

Zurück zur Geschichte:

6. Kapitel:

Mit krächzender Stimme setzte Blütenstern an, brach dann aber ab um neu zu beginnen. Da war ihre Stimme wieder klar wie nach einem guten Schlaf: „Sie kamen in der Nacht. Ich konnte den Geruch nicht erkennen- sie hatten sich in irgendeiner Pflanze gewälzt, sodass ich sie nicht identifizieren konnte.“ „Komm schnell mit, Birkengesicht hat sicher ein paar Kräuter für dich“, drängte ich und rannte auf meine entstellte Anführerin zu. Erst jetzt bemerkte ich, dass ihr Körper von langen frischen Narben überzogen war. „Warum hast du nicht geschrien? Ich war die ganze Zeit wach, konnte nicht schlafen…“, murmelte ich, eher zu mir selber.
Nach kurzer Zeit schleppte sich meine Anführerin über die Lichtung zum Bau des Heilers, der hinter einem umgestürzten Baumstamm lebte. Wie ich von den Ältesten erfahren hatte, stand in unserem Territorium früher ein prächtiger Wald, doch ein Sturm hatte alles verwüstet und als unser Clan sich hier niederließ, wuchsen nur noch Johannisbeeren.
Doch zu meinem Entsetzen war der Bau des Heilers leer. Blütenstern ließ sich auf den Boden fallen und murmelte ständig etwas wie: „Erwache, es ist nur ein Traum… die Dunkelheit kann nicht für immer bleiben. SternenClan, erlöse mich…“. Normalerweise hätte ich sofort nach dem Heiler gesucht, aber ich wollte meine Anführerin in diesem Zustand nicht verlassen. Immer wieder schaute ich auf die Lichtung, in der Hoffnung, dass eine Patrouille zurückkommen würde, aber sie blieb verlassen. Verwirrt sah ich in den Himmel. Sonnenaufgang. Oh SternenClan, bitte lass jemanden kommen, betete ich mit geschlossenen Augen. Da hörte ich eine Stimme: „Was machst du da?“ Am liebsten hätte ich Donnerpfote für sein plötzliches Auftauchen umgerannt, aber ich hatte Wichtigeres zu tun. Ein Ohr nach hinten gedreht um zu hören, ob es meiner Anführerin gut ging, erzählte ich ihm kurz flüsternd, wie ich sie heute Morgen aufgefunden hatte.
Sofort hatte sich der Schüler bereit erklärt, Birkengesicht zu suchen, doch ich vertraute ihm soweit, bei Blütenstern zu bleiben. Als er nickte, raste ich auf die Lichtung und blickte in den Kriegerbau, falls einer der Krieger Bauchweh oder so etwas in der Art bekommen hatte. Aber bei den Kriegern war niemand wach.
Auch im Schülerbau und im Ältestenbau war der Heiler nicht. Verzweifelt wollte ich die Hoffnung aufgeben, als ich mich an den Tag vor unserer Trainingseinheit auf der Leuchtlichtung erinnerte. Da hatten Apfeljunges und Erdnussjunges gespielt… Mondblume saß neben Sonnenpelz. Ich erinnerte mich und es war, als hätte sich ein Schleier von meinen Augen gehoben. Die älteste Königin im Clan musste ihre Junge bekommen haben!
Sofort eilte ich los, in Richtung der Kinderstube. Ich hatte mich nicht getäuscht. Sonnenpelz hielt ihre Jungen fest, die die ganze Zeit strampelten, um etwas von der Geburt zu sehen und Mondblume lag keuchend auf der Seite. „Du hast es fast geschafft… nur noch ein bisschen“, murmelte der Kater. Eigentlich wollte ich ihn nicht stören, aber ich konnte meine Anführerin nicht im Stich lassen, so sagte ich mit leiser Stimme: „Birkengesicht! Es ist wegen Blütenstern… sie ist blind!“ Der Heiler fuhr herum und Mondblume stieß einen erstickten Schrei aus. „Was?“, fragte er entgeistert. Schnell erzählte ich auch ihm, was sich zugetragen hatte und ich sah, dass sich jeder Muskel in dem jungen Heiler anspannte. Er wäre losgerannt, läge hinter ihm nicht eine gebärende Königin.
„Märchenpfote, ich kann hier nicht weg. Sonnenpelz kann nicht übernehmen, da sie nur eine Geburt erlebt hat. Du musst dich um Blütenstern kümmern; Spinnennetze um die Blutung zu stillen, Schöllkraut für die Augen und Kerbel auf die restlichen Wunden verteilen, damit sie sich nicht infizieren.“ Ich konnte dem jungen Kater ansehen, dass er noch mehr sagen wollte, aber die schwarz-grau getigerte Königin schrie erneut leise auf und er hatte keine andere Wahl, als sich wieder um sie zu kümmern.

glg Wyvern


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~ Ehemals Elfentraum

40 Re: Blick in die Zukunft am Mi Dez 14, 2011 2:16 pm

Gast


Gast
Ich muss erstmal wieder hinterherkommen.... Ich find die Kapitel 5,6 wirklich noch sehr spannend, und man kann echt immer nur das gleiche schreiben Wink Die Geschichte ist echt super! Freu mich schon aufs nächste Very Happy

41 Re: Blick in die Zukunft am Mi Dez 14, 2011 4:42 pm

Wasserschweif

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Anführer
Uhhh...ich häng auch etwas hinterher^^ Die neuen Kapitel finde ich wieder sher gut, vorallem die Sache mit der Anführerin ist sehr spannend! Hoffentlich kommt bald mehr...
LG
Wasser


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42 Re: Blick in die Zukunft am Mi Dez 14, 2011 6:02 pm

Gast


Gast
Also, dass du verdammt shcnell im Schreiben bist weißt du ja nun schon, und das ist dein 6. Kapitel fantastiggerisch und super finde, hast du dir vermutlich schon gedacht^^
Weiter so, ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung!

43 Re: Blick in die Zukunft am Fr Dez 16, 2011 6:52 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
vielen Dank =)

7. Kapitel:

Ängstlich wandte ich mich um und sprintete zurück zum Heilerbau. Meine Beine fühlten sich an, als wären sie dornige Ranken und ich wäre fast zusammengebrochen, würde mich der Anblick meiner Anführerin nicht antreiben. Donnerpfote wollte natürlich wissen, was Birkengesicht gesagt hatte und wo er war, deshalb erzählte ich es ihm, während ich den Vorrat nach mir vertrauten Gerüchen absuchte. Ich konnte mich an das Aussehen von Kerbel erinnern, aber ich hatte keine Ahnung, was Schöllkraut sein sollte. Deshalb suchte ich mir zuerst zwei Pfoten voller Spinnweben her und drückte sie sanft auf die noch blutenden Kratzer. Donnerpfote durchstöberte währenddessen die säuberlich aufgereihten Kräuter und zog schließlich mit einem triumphierenden Schnurren farnähnlich Blätter heraus. „Das ist Kerbel“, freute er sich und ging zu mir. Er löste mich ab und untersuchte die Anführerin nach noch blutenden Wunden. Mir viel auf, dass Blütenstern eingeschlafen – oder ohnmächtig geworden – war. Als der weiß-schwarze Schüler die Blätter skeptisch musterte, rief ich ihm zu: „Ich glaube, du musst sie zerkauen und dann auf die Wunden tun.“ Ein Licht leuchtete in seinen orangenen Augen auf und er machte sich an die Arbeit während ich weiter suchte. Die graue Rinde des Baumes vor dem die Kräuter lagen sah irgendwie unheilvoll aus und erinnerte mich plötzlich an meine Vision- die schwarze Wolke, die immer schneller auf mich zuraste. Ein Schauder durchlief mich und ich konzentrierte mich schnell auf die Blätter vor mir.
Doch wie sehr ich mich auch anstrengte, ich hatte keine Ahnung, nach was ich überhaupt suchte. Nachdem Donnerpfote fertig war, die Wunden mit Kerbel einzureiben, kam er zu mir rüber und wir suchten beide hoffnungslos weiter. „Ich gehe und frage Birkengesicht, wie Kerbel aussieht“, entschied der Schüler schließlich und rannte aus dem Bau. Verzweifelt wandte ich mich meiner Anführerin zu, da ich nichts anderes mehr bei den Vorräten tun konnte, und leckte ihren matten Pelz. Vorsichtig mied ich die Wunden und vor allem auf das Gesicht verzichtete ich. Dann schob ich ihren Körper so zusammen, sodass sie normal da lag und richtete ihr ein Nest.
Birkengesichts Geruch kündigte ihn kurz bevor er hineinstürzte an. Donnerpfote folgte ihm. Der Heiler zog schnell ein Blatt heraus und wie uns an: „Zerkaut es und tropft den Saft auf ihre Augen.“ Dann schnappte er sich einige andere Kräuter und rannte fort.
Donnerpfote und ich zerkauten die Blätter und behandelten Blütenstern so gut wir konnten. „Es scheint nicht gut zu laufen“, bemerkte ich. Donnerpfote nickte: „Ja, als ich da war, war schon ein Junges auf der Welt, aber Mondblume hat so stark geblutet…“ Nun kam Angst in meinem Bauch auf. Was war, wenn die Königin es nicht schaffte? Sonnenpelz hatte kaum noch Milch. Wie sollten wir das eine Junge aufziehen, falls die Königin starb? Gaben wir es weg? Die Gedanken wirbelten in meinem Kopf, sodass ich gar nicht bemerkte, dass Donnerpfote etwas gesagt hatte. „Was ist?“, fragte ich verwirrt. „Ich habe mir überlegt, ob wir ihm helfen sollen.“ Doch ich schüttelte den Kopf: „Wir wissen nicht, was er braucht und sind ihm nur im Weg.“ Der Kater senkte den Kopf und wir saßen schweigend da.
Die Sonne ging auf und irgendwann kam Frostflocke vorbei, um uns abzulösen. „Birkengesicht hat mir erzählt, was vorgefallen ist. Ich müsst nicht die ganze Zeit hier herumsitzen.“ Dankbar erhoben wir uns und gingen auf die Lichtung.
Gewitterblüte, Mentorin von Donnerpfote, kam auf uns zu und sagte: „Wenn du möchtest, können wir heute auf das Training verzichten. Ich gehe um Sonnenhoch auf eine Jagdpatrouille, wenn ich zurück bin, können wir nochmal raus, aber das muss nicht sein. Donnerpfote nickte.
Der Tag verging schnell; eigentlich schlief ich nur und erholte mich von der Nacht. Birkengesicht kehrte gegen Sonnenhoch zu seinem Bau zurück und rief laut seine Klagen aus: Er hatte Mondblume nicht mehr retten können, aber zwei Junge hatten überlebt und Sonnenpelz achtete auf sie.
Auch von Blütenstern gab es Neuigkeiten. Sie wartete, bis ihr Heiler eine Nachricht bekam und dann entschied sie, ob sie Anführerin bleiben wollte. Zwar hatte sie ihr Augenlicht verloren, aber den Clan konnte sie trotzdem leiten. So lange sie noch wartete, nahm Frostflocke ihren Platz ein.
Allerdings mussten die Jungen nun in den Schülerbau ziehen, da sie die ganze Zeit um den neusten Wurf herumtänzelten und nun lagen sie mir die ganze Zeit in den Ohren. Sie fragten mich aus über die vergangene Nacht und über Blütenstern, doch meistens stöhnte ich nur, dass ich müde war.
Bei Mondaufgang wachte ich erneut auf und fiel dann wieder in Schlaf. Die Jungen hatten sich in einer Ecke zusammengerollt und der Rest der Schülerschaft schlief schon ebenfalls. Diese Nacht wurde ruhig.

glg Wyvern


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~ Ehemals Elfentraum

44 Re: Blick in die Zukunft am Fr Dez 16, 2011 9:01 pm

Gast


Gast
Das ist ja mal ein richtig langes Kapitel!
Gut, mehr neues fällt mir auch nicht ein, du schreibst so toll, da gibt es wirklich nichts zu kritisieren udn Tipps kann ich dir auch keine geben... Weiter so!

45 Re: Blick in die Zukunft am Sa Dez 17, 2011 11:02 am

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
xD

8. Kapitel:

Am nächsten Tag trainierte ich mit Apfelschweif Kampftechniken und bereitete mich auf eine Schlacht vor. Die nächsten paar Tage verliefen ähnlich und an dem Abend von Halbmond, kurz bevor Birkengesicht sich auf den Weg machte, weihte uns Frostflocke in ihre Schlachtpläne ein.
Sie und Blütenstern hatten vor, zwei Gruppen zu bilden. Sie wollten mit der einen den HimmelsClan auf die Lichtung locken. Mit der zweiten wollten sie nachsehen, ob noch irgendwo weitere Patrouillen warteten und dann diese bekämpfen, wenn nicht konnten sie sich der Schlacht anschließen. Außerdem würden zwischen den Büschen einige Reservekatzen warten und den stark verletzten Kriegern oder Schülern sofort zum Lager helfen und dann für sie einspringen.
Der Plan war gut, ich jaulte in Zustimmung. Schließlich verließ unser Heiler das Lager und wir einigten uns darauf, die Leuchtlichtung in der Nacht nach Vollmond zurückzuerobern. Deshalb schärfte die zweite Anführerin jeder einzelnen Katze ein, kein Wort über diese Lichtung zu verlieren.
Als nächstes bildeten mein Mentor und ich zusammen mit Fleckenschweif eine Grenzpatrouille und wir liefen zu der Höhle, am äußersten Rande unseres Territoriums. Es war eine kleine Höhle, in der nichts Besonderes war, aber davor wuchs saftiges Gras und viele Mäuse wuselten herum. Hier war die Klippe am höchsten und obwohl es unwahrscheinlich war, dass Duftmarken benötigt wurden, hinterließen wir welche, wie es das Gesetz der Krieger von uns verlangte.
Fleckenschweif spitzte ihre weiße-braune Ohren und ich roch, dass sie sich an eine Maus anschlich. Mit einem Schwanzzucken signalisierte mein Mentor ihr, dass wir schon vorgingen. Sie antwortete nicht, sondern gab uns mit einem Schnippen ihres Ohres zu Verstehen, dass sie es gehört hatte.
Keine zwei Schritte weiter hörte ich ein Geräusch. Eine schlimme Vorahnung durchzuckte mich und ich fuhr zusammen. „Was…?“, wollte mich Apfelschweif fragen, doch ich drehte mich um und schrie: „Renn!“ Doch es war zu spät. Vor meinen Augen sah, ich, wie der Eingang der Höhle sich mit lautem Poltern mit Steinen füllte. Darunter kauerte eine Kätzin im Schatten… Durch den Krach hörte ich einen Schrei, der abrupt endete. „Fleckenschweif!“, kreischte ich entsetzt.
Eine kühle Brise wehte von hinten und ließ mich frösteln. „Es ist zu spät“, murmelte mein Mentor und führte mich zurück zum Lager. Die blattlosen Äste der Büsche schienen mein Blickfeld einzurahmen und alles andere aufspießen. Fleckenschweif war eine gute Kriegerin gewesen, früher hatten wir immer zusammen gespielt. Sie war nett gewesen und…
Ein viel schlimmerer Gedanke schlich sich in meinen Kopf. Zuerst war Tropenpfote gestorben, dann hatte ich diese Wolke gesehen und schließlich war da auch noch der Einsturz gewesen. Es war kaum vorstellbar, aber was, wenn die Bilder die ich in den Pfützen gesehen hatte… wahr wurden? Voller Horror dachte ich an die Rauchwolke. Was hatte das zu bedeuten? Würde es brennen? Wo? Wann?
Mir wirbelten so viele Gedanken durch den Kopf, sodass ich gar nicht bemerkte, dass Apfelschweif mich in den Schülerbau führte. Doch als Rubinpfote und Donnerpfote auf mich zu rannten, nahm ich wieder meine Umgebung wahr. „Was ist passiert?“, fragte die orangerote Kätzin besorgt. Saphirpfote saß etwas abseits und musterte mich neugierig. Ihr Blick veranlasste mich, mich aufrecht hinzusetzten und ruhig zu antworten: „Fleckenschweif ist verschüttet worden. Ich habe sie gesehen und gehört.“ Der schwarz-weiße Schüler drückte sich tröstend an mich und ich war ihm dankbar für seine Wärme.
Am nächsten Tag schickte Frostflocke auf Blütensterns Befehl eine Patrouille aus, um Fleckenschweifs Körper zu bergen. Außerdem sollten die Katzen nach Birkengesicht Ausschau halten, da die Anführerin wissen musste, ob sie zurücktreten sollte oder ob es so weitergehen konnte.
Die Patrouille zog ohne mich los und ich lief die ganze Zeit nervös herum. Wenn wirklich ein Feuer ausbrach, dann war der Clan in Gefahr. Doch wie sollte ich ihn warnen? Niemand würde mir glauben, ich war ja nur eine Schülerin…
So in Gedanken versunken bemerkte ich gar nicht, dass Donnerpfote sich von hinten anschlich und spielerisch auf meinen Rücken sprang. Schnell drehte ich mich auf den Rücken und drückte ihn herunter. „Tut mir leid, aber ich bin gerade nicht so in Stimmung zum Spielen“, entschuldigte ich mich. „Wollen wir spazieren gehen?“, fragte mich der Kater. Lächelnd nickte ich. Manchmal schien es mir, als wüsste er genau, wie es mir ging. Unsere Zukunft sah rosig aus. Tat sie das?

glg Wyvern


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46 Re: Blick in die Zukunft am Sa Dez 17, 2011 5:55 pm

Gast


Gast
Du schreibst ja echt schnell, Wyvernblut...
Jetzt fällt mir echt nix neues mehr ein, tolles Kapitel, tolle Story, mach weiter so!
Ach so, na gut, ich habe dir glaube ich noch gar nicht gesagt, dasss ich es toll finde, dass du in der Ich-Form schreibst? ich mag das, dann bist du also eine Katze xD

47 Re: Blick in die Zukunft am Sa Dez 17, 2011 6:11 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
danke Wink Meistens schreibe ich schon das nächste Kapitel vor und füge dann einfach nur ein.
Ach ja: Ich habe es geändert, Borkengesicht ist etwas älter =)

9. Kapitel:

Die Luft wurde immer kühler. Donnerpfote führte mich zu dem Bach und wir liefen Stromabwärts, in die Richtung des angrenzenden Zweibeiner-Orts. Zwischen uns herrschte Schweigen, bis der schwarz-weiße Schüler plötzlich stehen blieb. „Komm mit, ich möchte dir etwas zeigen“, sagte er und führte mich durch ein Gestrüpp. Beim Hindurchgehen bemerkte ich, dass die meisten Dornen abgeknabbert worden waren und wunderte mich, ob Donnerpfote dies für mich getan hatte.
Schließlich schlüpfte ich auf eine kleine Lichtung, die mich etwas an unser Lager erinnerte. In der Mitte der Lichtung wuchs eine purpurrote Blume. Um die Blume herum erkannte ich winzige kleine gelbe Blüten. „Es sieht wunderschön aus“, hauchte ich fasziniert.
Die Sonne erreichte fast ihren höchsten Punkt, als ich und Donnerpfote wieder die Lichtung verließen. Mein Pelz brannte vor Freude. Der Schüler und ich verstanden uns gut. Dennoch überschattete die Ahnung mich wie der Flügel einer Eule.
Birkengesicht war vom Mondstein angekommen. Er stand in der Lichtung und eilte auf den Heilerbau zu, in dem Blütenstern noch immer wohnte. Kaktusstachel und Gewitterblüte blickten ihm besorgt nach. „Was hat er gesagt?“, fragte ich sie neugierig. Doch die beiden schüttelten den Kopf und Kaktusstachel antwortete: „Er hat nichts gesagt. Wir haben ihn ausgefragt, aber er sagte immer, dass er nichts verraten dürfte.“ Gewitterblüte sagte: „Donnerpfote, bitte komm auch noch mit.“ Der Schüler nickte und eilte den beiden Kriegern nach.
Mit leisen Schritten ging ich auf den Heilerbau zu. Kurz bevor ich um den Baumstamm bog, kam der Heiler heraus gestürmt und rannte mich fast um. „Oh, Entschuldigung“, murmelte ich. „Gut, dass du da bist. Komm rein“, wies mich Birkengesicht an. Ohne zu fragen gehorchte ich ihm, allerdings legte ich die Ohren an, um meine Unsicherheit auszudrücken.
Blütenstern richtete ihre leeren Augenhöhlen auf mich. „Birkengesicht hat von einer SternenClankatze geträumt. Sie sagte, er brauche einen Schüler“, erklärte sie. Birkengesicht unterbrach sie: „Das wusste ich auch, aber ich hoffte, dass Apfeljunges oder Erdnussjunges Interesse zeigen, oder einer von euch Schülern.“ „Ja, allerdings kam die Katze zu ihm und hat ihm erzählt, dass eine Katze im Clan Heilerschülerin werden muss“, erzählte Blütenstern weiter, „nämlich du.“
Erschrocken blickte ich die beiden Katzen an. „Aber…“, setzte ich an. Doch meine Stimme erstarb. Ich konnte nicht! Was war mit dem bevorstehendem Kampf in einem halben Mond? Was war mit Apfelschweif? Was war mit Donnerpfote? Was war mit dem Feuer?
Angst überkam mich, als ich aufblickte. Der Himmel war blau. Sofort sah ich mich um. Wo konnte das Feuer ausbrechen? „Märchenpfote? Nimmst du an?“, fragte mich Blütenstern plötzlich. Erschrocken wandte ich mich ihr zu. „Was ist?“ Ich hatte keine Ahnung, was sie von mir wollte. Da fiel es mir ein.
„Ich… muss noch überlegen“, wich ich aus und dachte wieder über die Rauchwolke nach. Unruhig fragte ich: „Kann ich jagen gehen?“ Meine Anführerin nickte und als ich mich abwandte, steckte sie mit Birkengesicht den Kopf zusammen und sie redeten leise miteinander.
Mein Kopf schmerzte, als ich die kühle Luft einatmete. Die Sonne schien auf den Boden vor mir. Immer wieder blickte ich mich um, als ich zur Grenze lief.
Von den Baumstämmen, an denen unsere Duftmarken hingen, kratzte ich Moss und rannte dann zu dem Bach, um vorbereitet zu sein. Wenn das Feuer ausbrach…
Gerade drehte ich mich um, als meine Augen an etwas Dunklem am Horizont hängen blieben. Aufregung durchzuckte mich und ich wollte losrennen, allerdings bemerkte ich, dass die Rauchwolke aus dem HimmelsClanterritorium kam.

Ich finde die Ich-Sicht auch besser, da es mir nicht so kindisch vorkommt ^-^

glg Wyvern


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48 Re: Blick in die Zukunft am Mo Dez 19, 2011 3:30 pm

Gast


Gast
Das Kapitel ist auch echt wieder toll! Dein Schreibstil gefällt mir auch wirklich sehr gut Very Happy Freu mich aufs nächste^^

49 Re: Blick in die Zukunft am Mo Dez 19, 2011 5:05 pm

Wasserschweif

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Anführer
arrggh...Hilfe! Kaum ist man mal 2-3 Tage nicht da, schon weiß man nicht mehr worum es geht...^^ Ich hab natürlich grade alle deine Kapitel gelesen, Wyvern und ich muss sagen, das ich 8mal wieder) restlos begeistert bin! Und ich bin froh, das ich so viel zu lesen habe, denn das ist nur ein gutes Zeichen, nämlich dass das Forum wieder etwas aktiver wird.


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Wer Licht im Herzen trägt, trägt Licht in die Welt.

I Am special, I Am beautiful,
I Am wonderful and powerful and unstopable
Sometimes I Am pitiful
Somtimes I am miserable
but this is so typical of all the things I Am



By Elfe

by Seele...thx






50 Re: Blick in die Zukunft am Mo Dez 19, 2011 5:28 pm

Wyvernblut

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Heiler
Hi,
danke =) Sorry, dass du so viel nachlesen musst.

10.Kapitel:
Sollte ich losrennen? Einerseits wollte ich den anderen Clan nicht in Stich lassen, aber ich war nur meinem Clan treu. Schließlich legte ich das Moosbündel an der Grenze ab und fing noch schnell eine Maus, bevor ich zum Lager zurückkehrte.
„Im HimmelsClan brennt es“, bemerkte ich, als ich zurück war. Frostflocke schaute mich verwirrt an, aber ich deutete nur zum Horizont. Die zweite Anführerin legte den Kopf schief und verschwand in den Heilerbau. Rubinpfote kam zu mir. „Bist du sicher?“, fragte sie und ich antwortete: „Was könnte diese große Rauchwolke sonst bedeuten?“ Saphirpfote trat mit geweiteten Augen zu uns herüber. „Vielleicht sollten wir gerade jetzt die Leuchtlichtung zurückerobern. Der Clan ist bestimmt geschwächt…“, schlug sie vor. „Das bereden Blütenstern und Frostflocke wahrscheinlich gerade“, überlegte Rubinpfote.
Es wurde Abend und der Horizont glomm orange, da das Feuer immer noch nicht erloschen war. Unruhig bearbeitete ich mit den Pfoten den Boden. „Warum helfen wir nicht?“, quiekte Apfeljunges neben mir. Geduldig antwortete ich: „Weil das nicht unser Clan ist und wir unser Leben nur für unsere Clan riskieren sollen.“ „Warum hast du dann die GesteinsClankatze gerettet?“, wollte Erdnussjunges wissen. „Weil dann mein Leben nicht in Gefahr war.“ Es war ein anstrengendes Spiel, aber es lenkte mich von meinen Sorgen ab. Das nächste Bild, das ich in dem Teich gesehen hatte, war in meinen Kopf gebrannt. Was hatte das zu bedeuten?
Eigentlich wollte ich nicht einschlafen, aber als der Mond aufging, sank ich doch in den Schlaf. Zuerst beunruhigte mich die Schwärze, dann tauchte ein Wald vor mir auf. Misstrauisch schlich ich durch die Bäume bis ich an den Waldrand kam und über die von Johannisbeer-Büschen gesprenkelte Wiese blickte. Da wackelten die grünen Zweige eines Busches und ein Kater trat hervor. Sein Fell war grau und seine Pfoten glitzerten.
„Du bist ein SternenClankrieger, oder?“, fragte ich unerschrocken. Der Kater nickte, obwohl er sagte: „Nicht ganz. Bevor ich starb, diente ich dem JohannisbeerClan als Heiler. Mein Name ist Staubgewisper“, erklärte der Kater. „Ich muss dir etwas zeigen“, redete er weiter und führte mich zu dem Platz, an dem ich die Bilder gesehen hatte, an dem Tag bevor wir die Leuchtlichtung verloren hatten. Die Bäume schienen höher aufzuragen als sonst, aber es wirkte nicht bedrohlich.
„Was machen wir hier?“, fragte ich den SternenClan-Heiler. Doch er antwortete nicht, sondern blieb vor dem Teich stehen. „Sieh genau hinein. Du wusstest, dass es irgendwo brennen wird. Du wirst ganz andere Dinge sehen und wissen. Doch du kannst dein Leben nicht aufs Spiel setzen, indem du kämpfst.“ Während er redete, sah ich auf mein Spiegelbild. Meine Augen leuchteten erneut auf und voll Furcht beobachtete ich, wie sich diese funkelnden Zähne mir näherten und wäre am liebsten aufgesprungen, doch meine Beine wollten sich nicht bewegen.
Auch die Szene mit dem Blut widerholte sich und ich achtete besonders auf den sich entfernenden Schweif, doch ich konnte nicht erkennen, wer es war. Es gab keine blau-graue Katze im Clan. Bevor ich mich wundern konnte, was die Katze mit dem Bild zu tun hatte, sprach Staubgewisper weiter:
„Wie kannst du dich auf eine Schlacht konzentrieren, wenn du die ganze Zeit daran denken musst, was geschehen wird? Du wurdest nicht mit dieser Gabe geboren, um die nächsten Bewegungen deines Gegners vorherzusehen. Du wurdest geboren, um deinen Clan zu beschützen, und das kannst du am besten als Heilerin tun.“
Die Bilder verblassten und ließen mich los, sodass ich mich aufrichten konnte und dem Heiler in die Augen schaute. „Ich möchte aber nicht Kräuter sammeln. Ich möchte kämpfen. Ich möchte Junge bekommen“, entgegnete ich. Wut begann, in mir aufzusteigen. Der SternenClan konnte nicht so einfach kommen und mein Leben umkrempeln- sie konnten mir nicht sagen, was ich zu tun hatte.
Doch Staubgewisper widersprach erstaunlich ruhig: „Das heißt, du stellst dich selber über den ganzen Clan. Weißt du, was es bedeutet hätte, wenn das Feuer in deinem Clan ausgebrochen wäre und du es gewusst hättest? Du hättest es bekämpfen können. Hätte Apfelschweif dem HimmelsClan aber nicht die Lichtung gegeben, hättest du den Clan nie warnen oder retten können. Märchenpfote, dein Talent wird gebraucht! Du kannst doch nicht den JohannisbeerClan untergehen lassen, nur weil dir Kräuter sammeln zu anstrengend ist. Wir können dich nicht zwingen, aber du weißt nicht, wie wunderschön es ist, anderen Katzen das Leben zu retten- selbst als normale Katze würdest du das erleben. Überlege dir das gut!“
Mit diesen Worten verschwanden die beiden Bäume und die Wurzeln um mich herum und die Welt tauchte in Schwärze.

glg Wyvern


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