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Verrat der Krieger

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1 Verrat der Krieger am Fr Nov 18, 2011 11:56 pm

Gast


Gast
Dieser ersten drei kapitel meiner Geschichte habe ich schon vor einer ganzen Weile geschrieben, als ich angefangen habe, war ich noch gar nicht hier angemeldet und habe mich gerade gewundert, dass ich sie hier noch gar nicht reingeschrieben habe... Ach ja, ein krieger des DonnerClans heißt übrigens Wasserschweif xD


Zusammenfassung:
Mit unvorsichtigen Verdächtigungen treffen sich die vier Clans zur üblichen Großen Versammlung im Wald. Jede Katze scheint ihrem Clan gegenüber loyal zu sein. Doch, wirklich jede? Nebelpfote, die kleine Schülerin aus dem DonnerClan, deckt mit Katzen, denen sie glaubt zu vertrauen einen schrecklichen Verrat auf. Der FlussClan scheint in Gefahr zu sein. Die anderen Clans auch?
Im Wald beginnt ein fürchterliches Versteck-Spiel. Es geht um Leben und tot, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, die Zukunft aller Clans hängen an einer kleinen Schülerin!

FlussClan:
Anführer
Regenstern – Grau-blauer Kater mit dunklen Streifen

Zweiter Anführer
Nachtmond – Hellgraue Kätzin deren Fell im Mondlicht
glänz; Mentorin von Nebelpfote

Heiler
Mondflügel - schildpattfarbene Kätzin deren Fell im Mondlicht glänzt;
Mentorin von Kleepfote – schildpattfarbene Kätzin mit rotem Schwanz

Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Junge)
Honigblüte – gold-gelbe Kätzin mit hellbraunem Schwanz
Schneeflocke – Schneeweißer Kater mit eisblauen Augen; Mentor
von Silberpfote
Birkenwind – Schwarz-weiß gestreifter Kater mit
bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Ahornpfote
Ginsterschweif – Hellbrauner Kater mit dunkelbraunen Streifen
und grünen Augen; Mentor von Flügelpfote
Kokosnuss – Dunkelbraune, langhaarige Kätzin mit blauen Augen
Rotklaue – sehr alter, rotbrauner Kater, bald im Ruhestand
Moosschweif – kleiner, dunkelbraun getigerter Kater mit
bernsteinfarbenen Augen
Aschenwind – dunkelgrauer Kater; Mentor von Wirbelpfote
Frostschimmer – hellgraue Kätzin bin eisblauen Augen
Blattregen – hellbraune Kätzin mit dunklen Flecken

Schüler (über sechs Monde alt, in der Ausbildung zum Krieger)
Nebelpfote – gelb- braune Kätzin mit grünen Augen
Ahornpfote – Hellbrauner Kater mit gelben Tupfen
Wirbelpfote - dunkelgrauer Kater
Silberpfote – hellgrau gestreifte Kätzin
Flügelpfote - dunkelbrauner Kater mit hellen Flecken

Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen)
Bachblüte – schwarz-graue Kätzin mit weißen Flecken, Mutter
von Mohnjunges und Taujunges
Morgenblume – Schwarze Kätzin mit weißen Pfoten, Mutter
von Fliederjunges
Sonnenblume – Hellbraune Kätzin mit schwarzen Flecken, Mutter
von Löwenjunges, Tigerjunges und Leopardenjunges

Älteste (ehemalige Krieger oder Königinnen, jetzt im Ruhestand)
Bachblüte – schildpattfarbene Kätzin mit gold-gelbem Schwanz
Schuppenschweif – schwarzer Kater mit hellen Streifen, die wie
Schuppen aussehen
Gerstenhalm – hellgraue Kätzin mit beigefarbenen Flecken
SchattenClan:
Anführer
Gewitterstern – schwarzer Kater mit weißen Streifen, die im Mondlicht
wie Blitze leuchten

Zweiter Anführer
Fichtenherz – dunkelgrauer Kater mit hellem Schwanz und grünen Augen;
Mentor von Goldpfote

Heiler
Krokusblüte - schildpattfarbene Kätzin mit weißem Schwanz und zwei roten
Pfoten

Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Junge)
Flammenzahn – Flammenfarbener Kater mit buschigem Schwanz;
Mentor von Graspfote
Gelbblüte – orangefarbene Kätzin mit smaragdgrünen Augen, zieht bald in
die Kinderstube um
Taubenpelz – dunkelgrau getigerter Kater, Mentor von Natternpfote
Elsternfeder – hellgraue Kätzin mit einer dunklen Pfote und schwarzer
Schwanzspitze, Mentorin von Spinnenpfote

Schüler (über sechs Monde alt, in der Ausbildung zum Krieger)
Goldpfote – gold-braune Kätzin mit grünen Augen
Natternpfote – hellgrauer Kater mit dunkelgrauen Tupfen
Spinnenpfote – schwarzer Kater mit grauen Beinen und langen Schnurrhaaren
Graspfote – rot-braune Kätzin mit buschigem Schwanz und weißem Bauch

Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen)
Bernsteinherz – bernsteinfarbene Kätzin mit blauen Augen und rotem Bauch,
Mutter von Nelkenjunges und Kamillenjunges
Palmenblüte – hellbraune Kätzin mit gelben flecken, Mutter von Rosenjunges

Älteste (ehemalige Krieger und Königinnen, jetzt im Ruhestand)
Minzblatt – schildpattfarbene Kätzin mit blauen Augen und hellbraunem Bauch,
ist sehr fürsorglich, vor allem zu den Jungen
DonnerClan:
Anführer
Kastanienstern – dunkelbrauner Kater mit tiefen, dunklen Augen

Zweiter Anführer
Regenbogenfell – gold-gelbe Kätzin mit weißen Flecken, rotem
Bauch und grünen Augen

Heiler
Schmetterlingsherz – Rot-braune Kätzin mit blauen Augen,
Mentorin von Lilienpfote – hellrote Kätzin mit braunen Flecken

Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Junge)
Wasserschweif – hellgrauer Kater mit schimmerndem Pelz;
Mentor von Diestelpfote
Dornenklaue – pechschwarzer Kater mit einer weißen Pfote,
Mentor von Nesselpfote
Nieselregen – schildpattfarbene Kätzin mit blauen Augen,
Mentorin von Gänsepfote
Lichtblüte – weiße Kätzin mit Sandfarbenen Streifen,
Mentorin von Ringelblumenpfote
Fliederherz – grau-brauner Kater mit blau-lilanen Augen

Schüler (über sechs Monde alt, in der Ausbildung zum Krieger)
Diestelpfote – dunkelgrauer Kater mit schwarzen Ohren und
ungewöhnlich langen Schnurrhaaren
Gänsepfote – weiße Kätzin mit einer schwarzen Pfote
Nesselpfote – dunkelbraun gestreifter Kater
Ringelblumenpfote – Farn-farbener Kater mit braunen Flecken

Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen)
Blütenflamme – dunkelrote Kätzin mit gold-gelben Flecken,
Mutter von Himbeerjunges und Schilfjunges

Älteste (ehemalige Krieger oder Königinnen, jetzt im Ruhestand)
Fischfell – schwarz-weiße Kätzin mit smaragdgrünen Augen
Wellenschweif – hellgrauer Kater mit dunklen Streifen,
die wie Wellen schimmern
WindClan:
Anführer
Abendstern – beigefarbener Kater, dessen Fell im Mondlicht hell
strahlt

Zweiter Anführer
Bärenklaue – dunkelbrauner Kater mit grauen Streifen und bernsteinfarbenen
Augen; Mentor von Tannenpfote

Heiler
Sonnenstrahl – gelb-orange Kätzin mit grünen Augen

Krieger (Kater und Kätzinnen ohne Junge)
Jaguarsturm – ungewöhnlich getupfter Kater mit gold-gelbem Fell
Und schwarzem Bauch; Mentor von Wiesenpfote
Streifenpelz – dunkelgrauer Kater mit braunen Streifen, Mentor
von Samenpfote
Kieselstein – hellgraue Kätzin mit glühenden Augen und dunklem Schwanz;
Mentorin von Wasserpfote
Dornenstich – dunkelgraue Kätzin mit saphirblauen Augen und langen
Vorderkrallen

Schüler (über sechs Monde, in der Ausbildung zum Krieger)
Tannenpfote – hellbrauner Kater mit dunkelbraunem Schwanz und Bauch
Wiesenpfote – schildpattfarbene Kätzin mit einer Spur Silber um die Ohren
Samenpfote – schwarz-weiße Kätzin mit silbernen Pfoten und grauem Schwanz
und Bauch
Wasserpfote – silberner Kater mit grauem Schwan und sehr hellen Ohren

Königinnen (Kätzinnen, die Junge erwarten oder aufziehen)
Glanzpelz – gold-gelbe Kätzin mit silbernem Schwanz und hellgrauer Schnauze;
Mutter von Blumenjunges und Bienenjunges

Älteste (ehemalige Krieger und Königinnen, jetzt im Ruhestand)
Sandfell – sandfarbene Kätzin mit schildpattfarbenem Bauch und scharfer
Zunge

1. Kapitel:

Der Mond schickte helle Strahlen in den Wald und ließ die vier großen Eichen in hellem Glanz erstrahlen. Auf dem Großfelsen standen vier Katzen, ihre Silhouetten hoben sich deutlich vom Rest der Lichtung ab.
„Nein, Abendstern, in diesem Punkt kann ich dir nicht zustimmen. Aber könntest du mir und meinem Clan vielleicht erklären, woher du diese Vorwürfe denn hast?“
Regenstern war schon immer ein höflicher Kater gewesen, ansonsten würde er in diesem Wald überhaupt nicht zurechtkommen.
„Meine Krieger haben bei den Patrouillen einige andere Krieger aus deinem Clan gerochen, Regenstern. Und jetzt wollen wir endlich die Chance nutzen um dich zu fragen, warum ihr immer wieder unserer Beute stiehlt. Bietet der Fluss denn nicht mehr genug Nahrung?“
„Der Fluss hat genauso viel Fisch wie eh und je. Wir brauchen eure haarigen Kaninchen nicht, wahrscheinlich würde uns das Fleisch sowieso nicht schmecken.“
„Ach nein? Sieht aber ganz so aus!“ Abendsterns stimme war zu einem gefährlichen Fauchen angestiegen.
„Bitte ihr zwei, so kann das nicht weiter gehen!“ Regenstern drehte den Kopf zur Seite und erblickte Gewitterstern.
„Was mischst du dich denn da ein?“, fauchte Abendstern Gewitterstern an und wandte den Kopf wieder Regenstern zu. Inzwischen mit ausgefahrenen Krallen.
Nebelpfote zuckte zusammen. Würden die Anführer, vor allem Abendstern, den heiligen Waffenstillstand brechen?
In diesem Augenblick schob sich eine Wolke vor den Mond. Sie war dunkel und einen weiteren Augenblick später brach die Wolke auf und ergoss einen Regenschwall auf die Lichtung. Rasch sprangen die vier Anführer vom Großfelsen und versammelten ihre Clans um sich. Nebelpfote sprang zu ihren Clankameraden und bildete einen schützenden Ring um ihren Anführer.
Der Trupp zog los, über die Zweibeinerbrücke durch ihr Territorium in ihr Lager. Plötzlich nahm Nebelpfote einen Duft wahr. Sie hob die Schnauze und prüfte noch einmal die Luft. Eindeutig, dies war der Geruch des DonnerClans!
Nebelpfote sprang auf Nachtmond zu, ihre Mentorin und gleichzeitig zweite Anführerin. „Nachtmond, riechst du das? Ist das nicht der Gestank des DonnerClans?“, fragte Nebelpfote sie. „Du hast recht!“, antwortete diese, nachdem auch sie die Luft geprüft hatte. Dann sprang Nachtmond auf Regenstern zu. „Regenstern, halt mal kurz an! Nebelpfote hat DonnerClan
gerochen!“ Regenstern brachte den Rest des Clan zum stehen und prüfte die Luft. Du hast Recht, hier müssen vor nicht allzu langer ein paar DonnerClan-Krieger langekommen sein!“ Der Rest des Clans hatte Regensterns zwischen gehört und prüfte ebenfalls die Luft. Regenstern drehte sich zu seinen Kriegern um. „Bitte hört zu: Nachtmond, Schneeflocke und Birkenwind, ihr zieht jetzt auf Patrouille. Und Nebelpfote, du kannst auch mitkommen, schließlich hast du es zuerst gerochen. Folgt dem Geruch und meldet mir dann, falls ihr etwas gefunden habt. Der Rest geht mit mir ins Lager zurück, wir müssen nach dem Rest des Clans schauen!“
Nachtmond, Schneeflocke und Birkenwind standen bereits zusammen und Nebelpfote lief schnell zu ihnen. „Birkenwind, geh du vor. Du bist der beste Spurenleser des FlussClans!“, rief Nachtmond.
Birkenwind war bereits davon gesaust, dicht gefolgt von den Anderen Mitglieder der Patrouille. Eine ganze Weile liefen die vier Katzen mit den Schnauzen dicht am Boden durch den Wald. Nach einer Weile blieb Birkenwind stehen. „Hier gabelt sich die Spur. Wir müssen uns aufteilen“, sagte er.
„Okay, ich gehe mit Nebelpfote den Linken Pfad und ihr, Birkenwind und Schneeflocke, geht rechts!“
Schneeflocke stimmte eilig zu und folgte Birkenwind, der bereits den Pfad entlanglief. Nebelpfote nahm die Fährte wieder auf.
Seite an Seite trotteten Nachtmond und Nebelpfote über das Territorium des FlussClans. Die Spur führte sie zum Fluss, zur Grenze des DonnerClan-Territoriums. Nebelpfote prüfte noch einmal die Luft. „Hey, Nachtmond, riechst du das? Da kommen Birkenwind und Schneeflocke!“, miaute sie. „Du hast Recht!“, antwortete ihre Mentorin und sprintete auf den Duft zu.
„Hey, ihr zwei, führte euch eure Spur auch hierhin?“, rief sie ihnen zu.
„Ja“, antwortete Birkenwind, „die DonnerClan-Krieger müssen durch den Fluss geschwommen sein. Was, glaubst du, wollten die?“
„Das ist eine gute Frage“, antwortete Nachtmond. Vielleicht sollten wir erst mal Regenstern Bericht erstatten.“
Die vier Katzen liefen zusammen in das Lager des FlussClans. Regenstern trottete unruhig auf und ab und hörte erst auf, als er die sich nähernden Katzen sah. „Nachtmond, alles in Ordnung?“, rief er ihnen zu. „Wir haben zwei DonnerClan-Krieger gerochen, an der großen Kastanie hat sich die Spur gegabelt, aber beide Fährten haben zum Fluss geführt, an die Grenze zum DonnerClan. Dort hat sich die Spur verloren, die Krieger müssen durch den Fluss gewatet sein.“
Regenstern erwiderte eine Weile nichts. Nachtmond und Nebelpfote saßen still da und warteten auf eine Antwort. Regenstern fing an hin- und her zu gehen, dann blieb er stehen und meinte: „Wir sollten es erst mal ruhen lassen. Aber Nachtmond, du solltest mehr Patrouillen anordnen, vor allem an der Grenze zum DonnerClan. Falls wir den Duft noch einmal wahrnehmen, diesmal frischer, werden diese Krieger des DonnerClan zu mir gebracht, ich möchte ein Wörtchen mit ihnen reden. Und zur Not knöpf ich mir Kastanienstern auch noch mal vor, vielleicht hat er auch was dazu zu sagen. Und jetzt geht, ich müsst hungrig sein.“
Nebelpfote war noch etwas schockiert von dem plötzlichen Rauswurf, verließ aber sofort zusammen mit ihrer Mentorin den Anführer.

Am nächsten Morgen wachte Nebelpfote früh auf.
Sie schlich zum Frischbeute-Haufen und nahm sich einen Hering. Sie trug ihn zum Bau der Schüler und fing an zu kauen. Doch das Essvergnügen sollte nicht lange anhalten, sie hörte, wie eine Stimme nach ihr rief. „Nebelpfote, kommst du mal bitte?“, rief Nachtmond.
Nebelpfote trottete zu ihr. „Was gibt’s“, fragte sie ihre zweite Anführerin.
„Wir haben lange nicht mehr trainiert, ich möchte, dass du jetzt mit mir auf Patrouille gehst. Wir nehmen noch Aschenwind und seinen Schüler Wirbelpfote mit. Nebenbei können wir jagen, du kannst deinen Hering zu den Ältesten bringen.“
Ohne Nebelpfote eine Möglichkeit zum Widerspruch zu geben, sprang Nachtmond bereits davon und paddelte durch das seichte Wasser von der Insel hinunter. Aschenwind und Wirbelpfote mussten bereits bescheid wissen denn wenige Augenblicke später folgten sie Nachtmond.
„Regenstern will, dass wir gleich noch mal die Grenze zum DonnerClan überprüfen. Wir fangen bei Baumgeviert an und arbeiten uns langsam zu den Sonnenfelsen vor.“
Nebelpfote gab gähnend ihr Einverständnis, wie auf Kommando fing ihr Magen dazu noch an zu knurren. „Wir jagen kurz vor dem Baumgeviert, zur Abwechslung können wir mal ein paar Wühlmäuse fangen. Ich habe jedenfalls lange keine mehr gegessen“, sagte Nachtmond.
Die vier Katzen trotteten los, wieder den vertrauten Weg zum Baumgeviert.
„So, ihr zwei, was könnt ihr riechen?“, fragte Aschenwind die beiden Schüler. Nebelpfote prüfte die Luft. Es lag ein Hauch von Kaninchen drin, aber der war schon schal. „ich rieche Wühlmaus“, sagte sie. „Und Wasserratte!“
„Richtig, Nebelpfote. Schau mal, ob du die Ratte fangen kannst. Wirbelpfote, was kannst du riechen?“, wandte sich Aschenpfote nun direkt an seinen Schüler. „Da ist ein Geruch von Kaninchen… Aber der ist schal, das Tier muss schon in der Nacht hier entlang gehoppelt sein!“, sagte Wirbelpfote. „Und, hier ist Wühlmaus!“ Ohne auf das Kommando seines Anführers zu warten, sprang Wirbelpfote der Spur entgegen. Nebelpfotes Schnurrhaare zucken belustigt. Sie nahm die Fährte wieder auf. Einen Augenblick später sah sie die Ratte, die Zweige für ihr Nest suchte. Nebelpfote verlagerte ihr Gewicht auf die Oberschenkel und sprang ab. Die Wasserratte quiekte mitleid erregend aber Nebelpfote war ihr hoch überlegen und tötete sie mit einem schnellen Biss. Stolz zeigte sie ihren Fang den Kriegern, die bereits ein Kaninchen gefangen hatten.
„Das muss vom WindClan-Territorium rüber gesprungen sein“, miaute Aschenwind.
Einen Augenblick später kam Wirbelpfote dazu mit einer frischen Wühlmaus im Maul.
Die vier Katzen teilten sich ihre Beute untereinander auf, dann zogen sie weiter zum Baumgeviert. Die Gerüche der großen Versammlung vom Vortag waren noch nicht verflogen.
Die vier FlussClan-Katzen folgten dem Fluss entlang der Grenze zum DonnerClan.
Nach einiger Zeit kamen sie zu der Stelle, an der sich die beiden Spuren im Fluss verloren hatten. „Wie wäre es, wenn wir ein Stück ins DonnerClan-Territorium gehen und mal schauen, wo die Spur hinführt?“, schlug Wirbelpfote vor. „Aber was ist, wenn eine Patrouille uns erwischt?“, warf Nebelpfote ein. „Da hast du Recht, Nebelpfote, aber auch mich würde interessieren, von welchem Krieger die Spur stammt. Was meinst du, Nachtmond?“
Nachtmond sah Aschenwind an. Dann blickte er schließlich zu Wirbelpfote und zum Schluss zu Nebelpfote. „Ich bin zweite Clan-Anführerin, glaubt ihr wirklich, dass ich damit einverstanden wäre, in das Territorium eines anderen Clan eindringen?“, fragte Nachtmond und blickte dabei Aschenwind an. Dieser zuckte mit den Schultern. „dann halt nicht. Aber wenn wir auf eine Patrouille treffen können wir ja sagen, wie müssen mit Kastanienstern reden, weil wir Gerüche von Kriegern aus dem DonnerClan auf unserem Territorium gerochen haben.“
Nach einigen Augenblicken willigte Nachtmond schließlich ein. „Wenn ich es mir recht überlege, könnten wir wirklich mit Kastanienstern reden. Los, kommt!“
Nebelpfote schwamm mit den anderen Mitgliedern der Patrouille über den Fluss. Dies hatte sie oft mit ihrer Mentorin Nachtmond geübt. Auf der anderen Fluss-Seite hob sie die Schnauze in die Luft und fing an zu schnüffeln. „Hier, kommt hierher!“, rief Nachtmond. Nebelpfote lief zu ihr. „Jetzt könnten wir Birkenwind gut gebrauchen, er ist immer noch der beste Spurenleser im Clan!“, miaute Nebelpfote. „Aber da wir ihn nun mal nicht haben, gehe ich voran!“, rief Nachtmond ihr über die Schulter zurück und trabte voran, die Nase dicht auf dem Boden. Nebelpfote machte es ihr nach. Der Geruch der DonnerClan-Katzen war noch immer frisch. „Meint ihr, diese Krieger sind den Weg noch einmal gegangen?“, fragte Nebelpfote. „Diesen Weg gegangen? Wie kommst du denn auf diese Idee?“, fragte eine Stimme aus dem nahen Brombeergebüsch.
2. Kapitel:
„Eindringlinge aus dem FlussClan!“, fauchte eine zweite Stimme. „Was macht ihr hier?“
Nebelpfote zuckte erschrocken zusammen, Wirbelpfote und Aschenwind ebenso. Einzig Nachtmond blieb ruhig. „Wir wollen mit Kastanienstern sprechen. Könnt ihr uns zu ihm bringen?“ Die erste Katze, Nebelpfote erkannte sie als Regenbogenfell, die zweite Anführerin des DonnerClans, blickte jetzt richtig wütend. „Und warum bitte, wünscht ihr unseren edlen Anführer Kastanienstern so zu belästigen?“, knurrte sie die vier Eindringlinge an.
Nebelpfote kauerte sich erschrocken auf den Boden neben Wirbelpfote. Aschenwind blieb neben Nachtmond stehen.
„das sind persönliche Dinge, die gehen nur den FlussClan und eurem Anführer was an. Würdet ihr uns jetzt vielleicht bitte zu ihm bringen?“ Nebelpfote bewunderte ihre Mentorin einen Augenblick lang für ihren Mut.
Plötzlich bemerkte sie etwas. Den Duft von Regenbogenfell kannte sie. Aber nicht etwa von einer großen Versammlung, sondern von ihrem eigenen Territorium. Genauer gesagt hatte sie die zweite Anführerin gestern Nacht gerochen und deren Spur gefolgt, weshalb sie jetzt auch hier waren.
Langsam stupste Nebelpfote ihrer Mentorin in die Seite. Diese reagierte nicht. Nebelpfote stupste noch einmal, diesmal kräftiger. Nachtmond fauchte sie an. Regenbogenfell begann zu lachen. „Na? Hat die große Mentorin etwa Streit mit ihrer Schülerin?“
„Wollt ihr uns jetzt zu Kastanienstern bringen oder sollen wir alleine gehen?“, fauchte Aschenwind. „Na, alleine gehen, das sollte ihr mal versuchen! Folgt mir!“ Mit diesen Worten drehte Regenbogenfell sich um und die vier Katzen folgten ihr, hinterdrein Dornenklaue, ein Krieger. Schweigend gingen sie alle hintereinander weg, bis sie zum Rande der Lichtung zu einem Ginstertunnel kamen. Regenbogenfell schritt hindurch. Auf der Lichtung lagen viele Katzen und gaben sich die Zungen, leckten sich gegenseitig ab. Als sie die Patrouille mit fremden Katzen erblickten, richteten sich viele Blicke auf sie. Nebelpfote guckte beschämt zu Boden. „Wartet hier!“, befahl Regenbogenfell den vier FlussClan-Katzen.
Nebelpfote schaute sich um. Sämtliche Katzen auf der Lichtung hatten ihnen nun ihre Aufmerksamkeit geschenkt.
„FlussClan! Was habt ihr hier zu suchen?“, fauchte Kastanienstern, der gerade aus seinem Bau aufgetaucht war. Nebelpfote wandte rasch den Blick von den Katzen auf der Lichtung und sah zu Kastanienstern auf. Auch die drei anderen Katzen hatten ihm nun ihren Blick zugewendet. „Wir erklären es dir gerne, Kastanienstern, aber nicht vor deinem ganzen Clan. Könnten wir das vielleicht unter uns besprechen?“, miaute Nachtmond.
Kastanienstern zögerte. Dann willigte er ein. „Na gut. Wir setzen uns zu den alten Brombeerbüschen da hinten, dort hört uns keiner.“ Mit einem Schwanzschnippen winkte er die Katzen zu einem Brombeergebüsch.

„Also, worum geht’s?“, fragte er, als dich alle fünf gesetzt hatten.
Nachtmond begann zu erklären.
„Gestern, als wir von den großen Versammlung gekommen sind, hat Nebelpfote etwas gerochen“, begann sie. Nebelpfote blickte beschämt zu Boden.
„Birkenwind, Schneeflocke, Nebelpfote und ich sind noch einmal aufgebrochen und sind der Spur gefolgt. Sie teilte sich bei einem Kastanienbaum auf unserem Territorium. Wir haben uns aufgeteilt, am Flussufer kamen die Spuren wieder zusammen. Es roch nach DonnerClan und deshalb sind wir heute noch einmal losgezogen, um dir, Kastanienstern, davon zu berichten. Als wir dann heute auf Regenbogenfell und Dornenkralle gestoßen sind, haben wir den Duft erkannt. Diese beiden Krieger, Kastanienstern, diese beiden Krieger waren auf unserem Territorium. Hast du sie dort hingeschickt? Sollten sie spionieren?“ Die letzten Worte kamen fauchend aus Nachtmonds Mund.
Nebelpfote zuckte noch einmal erschrocken zusammen. Kastanienstern hatte seine Krallen ausgefahren doch sein Ton war ruhig. „Nein, ich habe sie nicht dort hinbefohlen. Ich werde diese Angelegenheit noch mit ihnen bereden aber ihr solltet in euer Lager zurückkehren. Ich werde morgen einen Krieger zu euch schicken und euch mitteilen, wie das Gespräch verlaufen ist. Vielleicht sollte ich aber auch selber kommen, sonst traut Regenstern mir nicht…“
Nebelpfote verstand, dass sie jetzt entlassen waren.

Die vier Katzen zogen sich zurück auf ihr Territorium, von einer Traube DonnerClan-Kriegern begleitet. Kastanienstern hatte drauf bestanden, dass sie von ein paar Kriegern begleitet werden müssten, damit der DonnerClan sich auch sicher war, dass der FlussClan zurück auf sein Territorium gezogen war.
„Was haltet ihr von der ganzen Sache?“, frage Wirbelpfote, der während des ganzen Gesprächs mit dem Anführer des DonnerClans geschwiegen hatte. „Ich finde, das klingt alles verdammt faul!“, fauchte Aschenwind. „Kastanienstern wollte sicher nur, dass die beiden Katzen unser Territorium auskundschaften oder so was. Und er hat gesagt, er will das Gespräch mit ihnen alleine führen, weil es gar keins gibt! Bestimmt sitzen die jetzt friedlich zusammen im Lager und lachen sich über uns schlapp!“
Nebelpfote dachte nach. Aschenwinds Worte klangen, als hätte er gar nicht so Unrecht. Konnte es tatsächlich sein, dass Kastanienstern sie angelogen hatte?
„Nachtmond, sag doch auch mal was!“, forderte Aschenwind seine zweite Anführerin auf.
„Ich glaube, wir sollten erst einmal Regenstern Bericht erstatten, bevor wir hier irgendwelche unschuldigen oder auch schuldigen Katzen anklagen.“
„Vielleicht hast du ja recht…“, seufzte Aschenwind und trottete zuerst auf die Insel, welche als Lager diente.
Regenstern schaute ihnen bereits entgegen. „Na, wie ist es gelaufen? Ihr wart ja ganz schön lange weg, ist was passiert?!“
Nachtmond trottete in Regensterns Bau um ihm Bericht zu erstatten. Nebelpfote zog sich mit Wirbelpfote in den Bau der Schüler zurück und wartete ab, ob Nachtmond vielleicht noch mal mit ihnen reden würde.
Nach einer Weile schlief sie ein.

Nebelpfote träumte, sie springe durch einen Wald. In dem Wald war sie noch nie gewesen, wahrscheinlich auf dem Territorium des DonnerClans. „Ein FlussClan-Schüler! Was hast du hier zu suchen?“ Nebelpfote machte erschrocken einen Satz zurück und sah sich vorsichtig um. Sie war vollständig von Kriegern umschlossen, kleinen und großen. Sie roch verschiedene Düfte. Dabei war natürlich DonnerClan, ein Hauch von WindClan aber auch ein bisschen SchattenClan. Nebelpfotes Augen weiteten sich erschrocken. Sie roch außerdem einen Hauch vom FlussClan, ihrem Zuhause!

„Nebelpfote? Bist du wach? Du hast jämmerlich miaut im Traum, Nachtmond will dich sehen!“ Nebelpfote riss erschrocken die Augen auf. Sie lag in ihrem Bau. Ich muss eingenickt sein! dachte sie und setzte sich auf.
„Nachtmond möchte dich sehen“, wiederholte Wirbelpfote und trat aus dem Bau. Sonnenlicht flutet durch das Loch im Eingang. Nebelpfote lief ihrem Clan-Gefährten hinterher zum Bau der Krieger. Nachtmond lag unter einer Buche und putze ihr Fell. „Hallo Nebelpfote, hast du etwa geschlafen? Wirbelpfote sagt, er hätte dich geweckt!“, miaute sie ein wenig vorwurfsvoll. Nebelpfote sah Humor in ihren Augen aufblitzen. „Regenstern meint, ich soll mit dir noch ein bisschen trainieren. Wir müssen auf einen Angriff vom DonnerClan gewappnet sein, vielleicht sind sie wütend… Bald wird Kastanienstern auch einen Krieger vorbeischicken, der uns bescheid sagt. Komm jetzt, wir gehen zu Fluss.“
Nebelpfote folgte ihrer Mentorin Richtung Baumgeviert, zum Fluss. Diesen Weg war sie in letzter Zeit zu oft gegangen, Schuld war natürlich der DonnerClan. „Nachtmond, meinst du, Kastanienstern kommt bald vorbei und erklärt Regenstern alles?“, frage Nebelpfote.
Nachtmond blieb stehen. „Natürlich wird er das“, antwortete sie einfach. Nebelpfote hatte das Gefühl, dass ihre Mentorin ihr etwas verschwieg.
3. Kapitel:

Kaum waren die beiden Katzen am Fluss angekommen, fingen sie auch schon an mit dem Training.
„Bitte fange mir einen großen Fisch“, bittet Nachtmond ihre Schülerin. „Und nicht so einen wie es sie sonst in dieser Jahreszeit gibt, vielleicht gelingt es dir ja auch, mal einen größeren zu fangen. Schließlich bist du schon eine ganze Weile Schülerin und wir haben bereits viel trainiert. Ich denke, ich kann stolz auf dich sein, so viel, wie du schon gelernt hast!“
Nebelpfote riss die Augen auf nach diesem Lob. Nachtmond gab Lobe zwar nicht zu knapp, aber wenn, dann hatten ihre Worte auch einen Grund und sie würde das niemals einfach so machen, um ihre Schüler beispielsweise nur aufzumuntern. Lächelnd erfüllte Nebelpfote ihren Auftrag. Im Fischen war sie ein Ass. Zuerst fing sie nur einen kleinen Hering, aber dann konnte sie einen größeren erwischen, und das war schon viel für diese Jahreszeit!
Nachtmond hatte sich einige Schwanzlängen entfernt von Nebelpfote ins Gras gelegt und ihr zugeschaut, wie die Schülerin mit sicheren Pfoten ins Wasser griff und schon nach dem zweiten Mal einen Fisch herauszog. „Gut gemacht“, miaute Nachtmond und sie strahlte noch mehr bei diesen Worten.
„Hast du Hunger?“, fragte sie Nebelpfote und erst jetzt bemerkte diese, wie sehr ihr Magen eigentlich knurrte. „Ja, eigentlich schon. Wollen wir den Fisch zusammen essen?“, fragte sie. Nachtmond nickte und die beiden setzen sich ins Gras, um den Fisch zu verschlingen.
„Und was machen wir mit dem kleineren fisch?“, fragte Nebelpfote und schaute hinab auf das Übriggebliebene.
„Hast du denn noch Hunger?“
Nebelpfote schüttelte den Kopf. „Nein, eigentlich nicht.
„Dann bringen wir das ins Lager, aber vorher fangen wir noch mehr Fisch. Der Frischbeutehaufen muss stets gefüllt sein, gerade jetzt in der Zeit des Blattfalls. Komm, Nebelpfote, wir schauen mal, ob wir beide zusammen noch den ein oder anderen Fisch erwischen!“
Nachtmond lief bereits wieder zum Flussufer. Nebelpfote folgte ihr, doch noch immer hatte sie das Gefühl, dass ihre Mentorin eine Last mit sich trug, die sie für sich behalten wollte oder allerhöchstens mit Regenstern bereden würde. Doch Nebelstern sprach ihre Mentorin nicht auf diese Sache an sondern machte es ihr gleich und starrte ins Wasser, bereit, mit der Pfote sofort zuzuschlagen, sobald sie einen Fisch ausmachen würde.

Nachtmond und Nebelpfote waren erfolgreich auf ihrer Jagd. Mehrere Mäuler voller Fische konnten sie auf den Frischbeutehaufen fallen lassen. Dort hatten sich noch einige Wasserratten und Wühlmäuse gesammelt, vermutlich von Aschenwind und Wirbelpfote. Nebelpfote lag vor ihrem Bau, wieder einmal mit etwas zu Fressen und gab sich mit ihrem Freund Ahornpfote die Zunge.
„Warst du die ganze Zeit im Lager?“, fragte Nebelpfote ihn. „Ja, schon, aber ich hatte Zeit um bei den Ältesten ihren Geschichten zuzuhören. Dann habe ich für sie noch neues Moos für die Nester geholt. Also, ich hatte keine Langeweile und wie war es bei dir?“
Nebelpfote wollte Ahornpfote gerade von ihrer erfolgreichen Jagd mit Nachtmond erzählen, doch in diesem Augenblick streckte Silberpfote ihre Nase in den Bau.
„Na, erzählt die berühmte Nebelpfote etwa ihrem liebsten Ahornpfote ein Fellsträubende Geschichte über den DonnerClan?“, fragte sie im spöttischen Tonfall. Silberpfote hatte schon immer eine scharfe Zunge gehabt, zusammen mit ihrem besten Freund Flügelpfote stellten die beiden so allerhand Unsinn an, nervten die Ältesten hier, vermiesen den Kriegern dort die Jagd. Viele Katzen im Clan waren von den beiden Schülern genervt doch am Schlimmsten war es wohl noch immer für diejenigen, die mit den beiden in einem Bau wohnen mussten und das war mal abgesehen von Nebelpfote und Ahornpfote nur Wirbelpfote.
„Ja, natürlich, ich erzähle Ahornpfote von meiner Jagd mit Nachtmond, wir konnten den Frischbeutehaufen schon ein ganzes Stück füllen. Außerdem hat Nachtmond mir gesagt, ich bin wegen meiner reife bald soweit, eine Kriegerin zu werden, warte nur, bis ich meine Zeremonie habe!“ Bei diesen Worten verzog Nebelpfote das Gesicht und stolzierte wieder aus dem Bau, um Flügelpfote aufzusuchen.
„Also, wo sind wir gerade stehen geblieben?“, fragte Silberpfote. „Nachtmond meint wirklich, du wirst bald zur Kriegerin ernannt?“
Jetzt war es an Nebelpfote, zu lachen. „Nein, ich wollte nur, dass Silberpfote so richtig neidisch wird, damit sie aus dem Bau geht. Schließlich wollen wir beiden auch mal unsere Ruhe haben, oder?“
Ahornpfote lächelte vergnügt und dann schwiegen die beiden. Nebelpfote leckte ihm mit der Zunge über das Fell.
Der Wind ließ den Fluss gurgeln und ein Blatt flog in den Bau, geschickt von der sich nähernden Zeit des Blattfalls. Der Wind ließ der jungen Schülerin und ihrem Freund das Fell wehen, den beiden wurde langsam kalt. „Wollen wir uns nichts lieber ins Neste legen?“, fragte Ahornpfote. „Ich finde es jedenfalls ganz schön kalt, wie wäre es, wenn wir unsere Nester nebeneinander schieben? So wärmen wir uns gegenseitig und wir müssen nicht frieren.“
Nebelpfote war klar, dass es Ahornpfote nicht nur um die wärme ging. Nein, er suchte ihre Nähe und sie war dankbar dafür. Schließlich hatte sie momentan schon genug um die Ohren, da war sie ganz froh über ein Schläfchen mit ihrem Freund.
„Geht in Ordnung“, miaute sie. Die beiden Katzen setzten sich auf und schoben Ahornpfotes Nest neben das von Nebelpfote. Dann legten sie sich nebeneinander und schliefen ein.

„Siehst du, sie liegen nebeneinander, ein Liebespaar! Nebelpfote hat Ahornpfote gerade erzählt, welch aufregende Abenteuer sie mit Nachtmond erlebt hat, ich sag dir, die ist total eine Angeberin!“
Nebelpfote hörte die Stimme von Silberpfote. Sie war es gewöhnt, so von den beiden beleidigt zu werden und schenkte dem deshalb keine Beachtung. Sie blieb liegen und lausche noch eine Weile dem Gespräch der beiden anderen.
„Ahornpfote finde ich an sich ja ganz in Ordnung, genau wie Wirbelpfote. Aber dass sich die beiden immer gerade mit Nebelpfote abgeben müssen ist doch echt Mäusehirnig!“
Jetzt war Nebelpfotes Geduld am Ende. Sie sprang auf und stürzte sich mit Kampfgeheul auf Silberpfote und Flügelpfote. Sie sprang quer auf den Rücken der beiden Katzen und diese waren sofort platt vom Überraschungsangriff.
„Hey, große Kriegerin, was soll das denn?“, fauchte Silberpfote sie an. Schüler gegen Schüler wird nicht gekämpft, hör auf!“
Doch Nebelpfote dachte nicht ans Aufhören und biss mit Vergnügen in Silberpfotes Schulter. Von den Rufen der drei Katzen geweckt torkelte Ahornpfote ein paar Schwanzlängen durch den Bau, dann begriff der die Situation und half seiner Freundin indem er sich Flügelpfote vornahm.
Die vier Schüler, Katze gegen Katze, waren so sehr vertieft, dass sie nichts um sich herum wahrnahmen und so auch nicht, dass das Mondlicht das sonst immer in den Bau schien von einer Gestalt verdeckt wurde, die sich am Eingang des Baues aufgebaut hatte. Es war Wirbelpfote, der versucht, die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen.. Doch diese hörten ihn nicht.
Nebelpfote krallte sich ins Fell von Silberpfote, versucht, sie zum Bluten zu bringen, mit Krallen und Zähnen.
„Bleib weg von mir!“, fauchte Silberpfote ein zweites Mal. „Was habe ich dir denn getan?“
„Als wenn du das nicht wüsstest!“, rief Nebelpfote belustigt. „ich habe gehört, was du so wichtiges mit Flügelpfote besprechen musstest und mir reicht es. Tag für Tag lässt du dich an uns aus, du magst vielleicht sonst noch so scharfe Krallen haben, aber du kannst uns auch endlich mal in Ruhe lassen!“
Die bedien Katzen standen sich mich gesträubtem Fell gegenüber.
„Was ist denn hier los?“, kam eine schockierte Stimme vom Eingang her. Wirbelpfote war zurückgekehrt, mit Ginsterschweif im Schlepptau. „Schüler kämpfen gegeneinander? Kommt mit, alle vier, wir gehen zu Regenstern!“
Beschämt schaute Nebelpfote zu Ahornpfote. Ach du meine Güte, was habe ich denn jetzt wieder angestellt?, fragte sie sich und trottete Ginsterschweif hinterher aus dem Schülerbau in Richtung zum Bau von Regenstern.
Ginsterschweif miaute nicht etwa einen Willkommensgruß hinein sondern trampelte auf schweren Pfoten zu Regenstern.
„Was ist los?“, hörte Nebelpfote die verschlafene stimme Regensterns aus dem inneren des Baues. Ginsterschweif erklärte ihm alles.
„Wirbelpfote hat mich geholt. Im Bau der Schüler haben diese vier Schüler gegeneinander gekämpft, anscheinen gab es einen Streit zwischen Nebelpfote und Silberpfote.“
„Schick sie rein!“, befahl Regenstern. „Alle vier!“
Nebelpfote hörte Ginsterschweif heraustreten und sie folgte den drei anderen in den Bau. Sie war noch nicht oft hier drinnen gewesen, genau genommen erst ein Mal. Der Bau war nicht so groß wie ihr eigener, aber hier schlief ja auch Regenstern alleine in einem besonders weichen Nest aus Moos.
„Also?“, fragte Regenstern. „Um was geht es hier?“
Alle vier durcheinander begannen zu erklären.
„Jetzt aber mal langsam! Habe ich es richtig verstanden, dass Nebelpfote einen Streit mit Silberpfote hatte? Weil Silberpfote und Flügelpfote euch beiden beleidigt haben?“
Die Schüler erklärtem ihrem Anführer alles.
„Gut, so weit habe ich also alles verstandenen“, sagte Regenstern als die vier geendet hatten. „ist euch denn nicht klar, dass wir gerade in diesem Moment gar keinen Streit innerhalb unseres Clans gebrauchen können? Wir müssen stark sein und uns gegen einen möglichen Angriff des DonnerClans rüsten. Und jetzt möchte ich mit jedem noch einmal einzeln sprechen, Nebelpfote fängt an, ihr anderen wartet draußen!“
Silberpfote, Flügelpfote und Ahornpfote trotteten mit gesenkten Köpfen aus dem Bau ihres Anführers.
„Also, Nebelpfote. Heute Morgen hat uns Fliederherz aufgesucht, ein Krieger aus dem DonnerClan. Er hat nicht viel gesagt, nur, dass Kastanienstern tatsächlich nichts von seinen Kriegern auf unserem Territorium wusste. Ich weiß nicht, ob ich ihm glauben soll, was meinst du zu der Sache?“
Nebelpfote riss die Augen auf. Sie war erstaun darüber, dass ihr Anführer den Wert einer Schülerin so sehr schätze. Einen Augenblick lang überlegte sie.
„Ich denke, ich würde ihm nicht glauben“, sagte sie schließlich. Dann schwiegen sie beide. Regenstern richtete seinen Blick nachdenklich auf die Wände des Baus.
Schließlich unterbrach der die Stille und miaute leise: „Geh nun schlafen, junge Nebelpfote. Der Morgen wird anstrengend und du brauchst deinen Schlaf.“
Nebelpfote wünschte Regenstern ebenfalls eine gute Nacht und machte sich auf den Weg in den Bau der Schüler.

2 Re: Verrat der Krieger am Sa Nov 19, 2011 6:29 pm

Wasserschweif

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Anführer
Lol, das mit dem DonnerClanKrieger ist ja mal wirklich lustig... Ich weiß nicht, ob ich shcon mal einen Kommentar zu der Geschichte abgegeben hab. ich finde sie jetzt auf jeden Fall sehr gut auch wenn die Kapitel recht lang sind, was mich allerdings nicht wirklich stört.


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Wer Licht im Herzen trägt, trägt Licht in die Welt.

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By Elfe

by Seele...thx






3 Re: Verrat der Krieger am Sa Nov 19, 2011 7:10 pm

Gast


Gast
Danke für den Kommi, wasserschweif, und dass du dir die mühe gemacht hast, auch lange Kapitel mal zu lesen^^
Ja, ich schreibe immer ziemlich lang, wiel man damit meiner Meinung nach mehr ausdrücken kann und die Geschichte so spannender wird, aber das ist Geschmackssache. Bei Word ist jedes Kapitel bei mir nur zwei Seiten lang...

So, hier kommt das 4. Kapitel:

4. Kapitel:
Am nächsten morgen erwachte Nebelpfote durch die ersten Sonnenstrahlen die durch den Eingang des Baus schimmerten. Nebelpfote schaute sich um und suchte den Bau mit ihren Augen nach Ahornpfote ab, doch der war anscheinend bereits zum Training aufgebrochen. Flügelpfote und Silberpfote schlummerten noch mit geschlossenen Augen. Wirbelpfote lag mit geöffneten Augen auf der Seite und starrte zu Nebelpfote. Leiste stand sie auf und schlich aus dem Bau, um sich eine Ratte vom Frischbeutehaufen zu nehmen. Dann setzte sie sich Neben den Bau der Schüler und schaute auf die Lichtung. Nach und nach wachten die Katzen ihres Clan auf, traten aus ihrem Bau und streckten erst einmal herzlich die Pfoten. Zuerst kam Kokosnuss, eine Kätzin, nahm sich einen Vogel vom Frischbeutehaufen und begann, ihn zu verspeisen. Dann kam Ginsterschweif aus dem Bau, der sich im Lager umschaute und dann zielstrebig auf Nebelpfote zutrottete.
„Weißt du, wo Flügelpfote ist?“, fragte er. „Ich breche ziehe mit ihm und Blattregen zusammen auf Morgenpatrouille.“
„Flügelpfote ist noch in unserem bau, ich glaube, er schläft!“, antwortete Nebelpfote.
„Könntest du ihn vielleicht wecken, während ich mich stärke?“, wurde sie von Ginsterschweif gebeten.
Nebelpfote stimmte zu, auch wenn sie eine dunkle Ahnung hatte, dass Flügelpfote es nicht so fände, wenn er von Nebelpfote geweckt würde, gegen die er am Tag zuvor noch gekämpft hatte.
„Flügelpfote, aufwachen!“ Nebelpfote stupste den Schüler mit der Nase an. „Ginsterschweif möchte mit dir trainieren!“
Wie erwartet fauchte Flügelpfote und Nebelpfote zog sich schnell zurück zu Ginsterschweif.
„Ich habe ihn geweckt“, miaute sie. „Ist Ahornpfote schon zum Trainieren aufgebrochen?“
„Ja, Ahornpfote trainiert schon. Apropos trainieren, Nachtmond ist erkältet, Mondflügel kümmert sich um sie. Und sie hat mich gebeten, dass ich dich heute mitnehme auf Morgenpatrouille. Also mache dich schon mal bereit. Ach ja, ich habe von Regenstern von dem Streit zwischen euch vieren gehört, ich bitte dich also, meinen Schüler in Ruhe zu lassen damit wir in Ruhe unseren Rundgang machen können!“
Ginsterschweifs Stimme hörte sich ruhig an, doch Nebelpfote spürte den Ärger ihn ihm kochen und sagte lieber nichts.
Einige Zeit später waren die vier Katzen am Baumgeviert angekommen, sie sollten die Grenze zum DonnerClan kontrollieren. „Also, ihr beiden, bemerkt ihr irgendwelche Gerüchte, die hier nicht sein sollten?“, fragte Ginsterschweif die Schüler. Nebelpfote zog tief die Luft ein. Der Geruch von Wühlmaus kam in ihre Nase doch eine Wühlmaus war mehr als Willkommen auf dem Territorium. Schließlich schüttelte sie den Kopf. „Ich rieche nur Wühlmaus“, erklärte sie dem Krieger.
Blattregen neben ihre nickte. Sie kauerte sich neben Nebelpfote in die Jagdstellung und verlagerte ihr Gewicht auf den Oberschenkeln. Blattregen war noch nicht lange Kriegerin, ihre Nachtwache hatte sie erst vor einem Mond hinter sich gebracht. Dann sprang sie ab und landete genau auf der Maus. „Hat jemand Hunger?“, fragte sie in die Runde. Flügelpfote bejahte, er und Blattregen teilten sich die Maus.
Dann zogen die vier weiter.

Bis Sonnenhoch gab es keine besonderen Vorkommnisse und die Patrouille war inzwischen ins Lager zurückgekehrt. Den Rest des Tages lang half Nebelpfote bei Arbeiten im Lager. Bei Sonnenuntergang ging sie in den Bau von Mondflügel und traf da auf ihre Mentorin Nachtmond. „Wie geht es dir?“, fragte sie.
Nachtmond hob den Kopf. „Ist schon in Ordnung, ich habe nur ein bisschen Bauchschmerzen. Die Kräuter die mir Mondflügel gegeben hat haben nicht ganz geholfen, deshalb bleibe ich erst einmal bei ihr im Bau. Wie war die Morgenpatrouille mit Flügelpfote? Ich habe von Regenstern bereits von dem Vorfall gestern Abend gehört. Ich hielt es zwar nicht für ratsam, dass dann gerade Ginsterschweif mit Flügelpfote und dir auf Patrouille geht, aber was soll’s. Regenstern war anderer Meinung.“
„Ach, eigentlich ging es sogar ganz gut. Ich glaube, Ginsterschweif ist wütend oder so auf mich, aber es war ja noch Blattregen dabei, so hat mit Ginsterschweif nichts getan und auch keine bösen Bemerkungen gemacht.“
Nachtmond senkte ihren Kopf und schaute Nebelpfote ins Gesicht.
„Nebelpfote, du musst lernen, vor den älteren Kriegern Respekt zu haben. Ginsterschweif ist ein starker Krieger und ich glaube nicht, dass er einen Schüler wegen so etwas verachten würde. Dafür ist er zu klug. Und wenn du es genau wissen willst, Ginsterschweif ist der Vater von den Jungen, die ich bald bekommen werde.“
Jetzt war es an Nebelpfote, ihre Mentorin mit großen Augen anzuschauen. „Du bekommst Junge?“, fragte sie halb schockiert, halb begeistert.
Ein Lächeln huschte über Nachtmonds Gesicht. Sie schmunzelte und miaute eine leiste Zustimmung. Dann schloss sie die Augen und schlief.
„Du solltest jetzt gehen und gucken, ob du dich noch bei den Ältesten nützlich machen kannst“, krächzte eine leiste Stimme hinter Nebelpfote. Erschrocken drehte sie sich um und erblickte Mondflügel, ihre Heilerin.
Also trottete Nebelpfote aus dem Heilerbau hin zum Bau der Ältesten. Dort saßen Bachblüte und Schuppenschweif und erzählten gerade eine Geschichte über einen alten Clan-Anführer des SchattenClans, der den Clan verlassen hatte um Hauskätzchen zu werden. Zwar besagte das Gesetz der Krieger schon damals, dass Krieger das verweichlichte Leben eines Hauskätzchens verachten, aber Tannenstern hatte sich damals so entschieden.
„Und er traute sich nicht einmal, diese Nachricht seinem Clan persönlich entgegenzubringen. Dafür schickte er einen Schüler. Der ganze SchattenClan verachtete daraufhin Tannenstern, doch dieser wurde glücklich bei den Zweibeinern und fand seine große Liebe.“
Nebelpfote hatte sich neben Bachblüte niedergelassen und lauschte eine Weile.
„Guten Abend, Nebelpfote, was führt dich zu uns?“, fragte Schuppenschweif. Er schaute sie interessiert auf seinem einen Auge an. „Ich soll euch fragen, ob es etwas zu tun gibt, für mich hier. Seite Sonnenhoch habe ich nicht mehr viel zu tun und habe gerade Nachtmond im Heilerbau besucht.“
„Wie geht es ihr denn?“, fragte Bachblüte interessiert. Nachtmond war die Tochter von Bachblüte, so viel wusste Nebelpfote inzwischen.
„Sie hat Bauchschmerzen, die Kräuter von Mondflügel haben ihr nicht geholfen. Ich glaube aber, die Bauchschmerzen sind schon besser und bald kann ich wieder mit ihr trainieren, heute musste ich mit Ginsterschweif, Blattregen und Flügelpfote auf Morgenpatrouille, also wäre Blattregen nicht dabei gewesen, hätte Ginsterschweif mich sicherlich niedergemacht.“
„Warum denn? Hat Ginsterschweif etwa etwas gegen dich?“, fragte Schuppenschweif.
„Nein, aber Flügelpfote und ich hatten gestern einen Streit. Also eigentlich haben Silberpfote und ich mich gestritten, aber Flügelpfote hat sie unterstützt. Silberpfote hat heute schon den ganzen Tag trainiert und Ahornpfote habe ich auch noch nicht gesehen“, erklärte Nebelpfote den beiden Ältesten. Diese schauten sich an und miauten: „Dann geht mal Ahornpfote suchen, bei so etwas brauchst du sicherlich Unterstützung von einem guten Freund!“
Nebelpfote nickte dankbar und machte sich auf den Weg. Als sie aus dem Bau der Ältesten trat, kam Ahornpfote durch den Lagereingang gestürmt. Er rannte geradeaus, genau in Regenstern Bau hinein.
Nebelpfote stürmte hinterher und hörte aus dem Anführerbau aufgeregte Stimmen. Dann kam Regenstern herausgestürmt und sprang mit einem Satz auf den breiten Baumstumpf. „Alle Katzen, die alt genug sind ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich unter dem alten Baumstumpf zu einem Clantreffen einfinden!“ Katzen kamen von allen Seiten herangestürmt und wollten wissen, was Regenstern denn zu sagen hatte.
„Ahornpfote hat mir gerade berichtet, dass er eine sich unserem Lager nähernde Patrouille des DonnerClans gesehen hat. Wir glauben, sie wollen angreifen. Macht schon, bewegt euch, rüstet euch zum Kampf!"

4 Re: Verrat der Krieger am So Nov 20, 2011 11:23 am

Wasserschweif

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Anführer
Wiedermal ein tolles Kapitel. Gut geschrieben mit Spannung drin...freu mich schon auf mehr!


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